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A lit up church in front of a steep mountain.
Two girls in the heart street in Tromsø
Northern lights over mountains in the Lofoten Islands in Northern Norway

Die Polarnacht in Norwegen

Wenn die Nacht zu leuchten beginnt

Langsam, aber sicher werden die Tage kürzer. Der Winter naht und ein bekanntes Naturphänomen breitet sich über Nordnorwegen aus.

Die Sonne verabschiedet sich vorübergehend und macht Platz für einen traumhaft rosa gefärbten Himmel und Nächte, die oft von einem berühmten grünen Wunder erhellt werden.

Mit dem Einsetzen der Polarnacht (auf Norwegisch Mørketid genannt) ändern sich die Bedingungen nördlich des Polarkreises drastisch: Die Sonne bleibt im Winter für eine gewisse Zeit unter dem Horizont, die Nächte werden länger und magische Lichter erscheinen am Himmel.

Für die Nordnorweger ist die Polarnacht nichts Neues und das Leben geht wie gewohnt weiter. Für Menschen, die solche einzigartigen Winternächte noch nie erlebt haben, kann es jedoch etwas verwirrend sein. Man verliert leicht das Zeitgefühl und fühlt sich müde, doch im hohen Norden hat sogar die Dunkelheit ihre guten Seiten – und eine ganz eigene Art von Licht.

Ist es die ganze Zeit dunkel?

An klaren Tagen gibt es um die Mittagszeit genug Tageslicht für Hundeschlittenfahrten und andere Freizeitaktivitäten. Mit etwas Glück färbt sich der Himmel in hübschen Pastelltönen wie Rosa oder in kräftigen Rot- und Orangetönen.

Haben Sie schon einmal von Blåtimen gehört? Sie ist auch als „die blaue Stunde“ bekannt und tritt nur während der Polarnacht auf. Am Nachmittag reflektieren Meer und Schnee das restliche Licht und tauchen die Landschaft in ein magisches Kobaltblau.

Je weiter nördlich Sie reisen, desto dunkler wird es und desto länger dauert das Phänomen an.

Und vergessen wir nicht die außergewöhnlichste Lichtshow von allen: das Nordlicht! Der Tanz der mystischen Lichter am arktischen Nachthimmel ist ein faszinierendes Erlebnis.

Wann ist die Polarnacht?

Spitzbergen: Ende Oktober bis Anfang Februar (mit völliger Dunkelheit von Mitte November bis Ende Januar).

Kirkenes: Ende November bis Ende Januar.

Das Nordkap: Ende November bis Ende Januar.

Alta: Ende November bis Mitte Januar.

Tromsø: Ende November bis Mitte Januar.

Lofoten und Vesterålen: Anfang Dezember bis Anfang Januar.

Bodø: Technisch gesehen gibt es hier keine echte Polarnacht, aber die Berge im Süden verdecken in der zweiten Dezemberhälfte die Sonne.

Quelle: Nordnorge.com

The town of Longyearbyen during the blue hour.
A snowy landscape with a sunset.
Orcas in Skjervøy, Northern Norway
Northern lights and a starry sky over mountains.

Auf dem norwegischen Festland beginnt die dunkle Zeit normalerweise um den November herum. Über der arktischen Inselgruppe Spitzbergen bricht die Polarnacht schon im Oktober an – von November bis Ende Januar ist es dann sogar stockfinster.

An klaren Tagen können Sonnenstrahlen von unterhalb des Horizonts heraufscheinen und ein spektakuläres Lichtspiel aus Rosa, Violett, Orange und Rot auf den Himmel zaubern. Halten Sie Ihre Kamera bereit und lassen Sie sich das Naturschauspiel nicht entgehen!

Nutzen Sie das vorübergehende – aber magische – Tageslicht für aufregende Aktivitäten wie Walbeobachtungen oder Adlersafaris.

An kalten Polarnächten sieht man den Sternenhimmel oft sehr klar. Viele Menschen haben vergessen, wie prachtvoll der Nachthimmel sein kann, da in weiten Teilen Europas Lichtverschmutzung den Blick auf die Sterne trübt. Solch einen magischen Himmel zu sehen, ist ein atemberaubendes Erlebnis – schauen Sie einfach nach oben!

Einmal im Leben das Nordlicht erleben

Erfahren Sie mehr über dieses Naturphänomen und holen Sie das Beste aus Ihrer Reise heraus.

Two girls enjoying hot chocolate at a café.
People enjoying porrige with a long table outside.
People entering a sauna after swimming.
Snowy mountains and a fishing village in Northern Norway.
A slice of cake on a plate, a cup of coffee and a skolebrød on a plate with a hand next to it.

Während der Polarnacht verbringen die Menschen mehr Zeit drinnen und machen es sich zu Hause besonders gemütlich. Das norwegische Wort Kos verkörpert all diese kleinen Freuden, die ein Gefühl von Behaglichkeit und Zufriedenheit vermitteln. In dieser Jahreszeit steht Kos auch für eine schöne Zeit mit den Liebsten, leckeres Essen, eine warme Decke und sanftes Licht.

Jetzt ist es Zeit, einen Gang zurückzuschalten. Die Menschen schlafen länger und kommen insgesamt gut mit dieser Zeit zurecht. Dazu tragen auch die wunderschönen Farben am Himmel bei – und zusätzliches Vitamin D schadet auch nicht.

Es gibt auch unterhaltsame Veranstaltungen, die die langen Nächte erhellen. Einzigartig ist zum Beispiel die weltweit längste Tafel für das traditionelle Milchreis-Essen in Mosjøen – dieser Brauch bringt jedes Jahr die Gemeinschaft zusammen.

Wenn man sich in dieser dunklen Zeit wacher fühlen will, ist ein Saunagang mit anschließendem Bad im eisigen Fjord genau das Richtige. Neue Energie tanken Sie auch beim Skilanglauf in der Natur – die meisten Loipen sind beleuchtet.

Natürlich ist es auch gut zu wissen, dass die Dunkelheit nicht ewig dauert. Wenn die Sonne schließlich zurückkehrt, wird dies von den Norwegern gebührend gefeiert.

Soldagen, der „Sonnentag“, wird je nach Ort an unterschiedlichen Tagen begangen – abhängig davon, wann die Sonne tatsächlich zurückkehrt. Den beliebten Tag feiert man gerne mit Skoleboller (süße Hefebrötchen, gefüllt mit Vanillepudding) und heißer Schokolade.

Die Polarnacht aktiv erleben

Arktischer Winter

Der Winter im Norden Norwegens kann unberechenbar sein. Eine gute Vorbereitung ist daher der Schlüssel zu einem gelungenen Erlebnis.

Das Wetter ist der wichtigste Faktor – von Schnee und Sonnenschein über Stürme bis hin zu blankem Eis und Regen ist alles möglich. Tragen Sie an kalten Tagen mehrere Kleidungsschichten und setzen Sie bei nassem und windigem Wetter auf wind- und wasserdichte Kleidung. Besonders wichtig ist gutes Schuhwerk, denn nasse und kalte Füße sind echte Spaßverderber.

Behalten Sie das Wetter auch bei einem Roadtrip in den Wintermonaten fest im Blick. Ohne Erfahrung mit winterlichen Straßenverhältnissen kann es schnell gefährlich werden. Wenn Sie sich unsicher fühlen, sind öffentliche Verkehrsmittel oder ein Fahrdienst die bessere Wahl. Stellen Sie sich zudem auf wetterbedingte Verzögerungen ein und vermeiden Sie unnötigen Zeitdruck.

Weitere Informationen finden Sie hier:

A bird's view of the bridge leading out to the island of Sommarøy by Tromsø in winter
Two girls having a cozy time drinking hot chocolate in the cold in Tromsø
People stargazing around a fire at Øvre Pasvik National Park

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