Dynamic Variation:
Book
Choose Language
Search & Book
Search
or search all of Norway
Senja Senja
Credits
Senja.
Photo: Johan Wildhagen/seafood.no
Campaign
Partner
Ad

Ach, du lieber Butt! Die wohlschmeckenden Gaben des Meeres

Millionen von Menschen rund um den Globus genießen Fisch und Meeresfrüchte, die ursprünglich aus den Gewässern der norwegischen Küsten stammen. Doch der Geschmack und die Qualität eines Fischs, der frisch aus dem kalten, klaren Wasser gezogen wurde, sind unschlagbar.

Was wohl die ersten norwegischen Fischexporteure aus dem 12. Jahrhundert gedacht hätten, wenn man ihnen erzählt hätte, wie sich ihr Gewerbe im Laufe der Zeit entwickeln würde? Die Fischer von einst begannen ganz bescheiden und verkauften den Engländern etwas getrockneten Kabeljau und Hering. Ganz sicherlich hatten sie keine Ahnung, dass sie soeben ein geschäftliches Abenteuer eingegangen waren, dass nach und nach das gesamte Land transformieren würde.

Heute ist Norwegen der weltweit zweitgrößte Exporteur von Fisch und Meeresfrüchten: Tag für Tag werden rund um den Globus praktisch 37 Millionen Mahlzeiten aus norwegischen Gewässern verspeist. Es ist also ziemlich wahrscheinlich, dass auch Sie schon norwegischen Fisch probiert haben, vielleicht ohne es zu wissen.

Doch um unsere Meeresfrüchte in ihrer feinsten und frischsten Qualität zu erleben, sollten Sie einen norwegischen Fischmarkt oder ein Restaurant in einer unserer Küstenstädte besuchen. Oder – noch besser – Sie fangen sich ihre Mahlzeit einfach selbst! Der Skrei (arktischer Winterkabeljau) beispielsweise schmeckt am besten im Winter, wenn viele Reisende gen Norden ziehen, um die Nordlichter zu erleben.

Wer dagegen im Monat März auf die Inselgruppe Lofoten reist, kann die Weltmeisterschaft im Kabeljau-Angeln miterleben. Ein äußerst beliebte Veranstaltung, die – trotz des formell lautenden Namens – offen für alle ist.

Neunzig Prozent der Norweger leben an der Küstenlinie, die im ausgedehnten Zustand länger als der Äquator wäre. Dank des klaren, kalten Wassers können Fische, Muscheln und Krustentiere langsam heranwachsen. Die kalte Luft trägt dazu bei, dass der Fang lange frisch bleibt.

Auf den größeren Fischmärkten finden Sie neben allen möglichen Fischarten auch Mies- und Jakobsmuscheln, Krebse und Krabben. Weiter im Norden können Sie regionale Spezialitäten wie Königskrabben oder geräucherten Arktischen Saibling probieren.

Gute Fischrestaurants

Der Saisonkönig des norwegischen Kabeljaus

Der Skrei (arktischer Winterkabeljau) ist eine ganz besondere Art saisonal vorkommenden norwegischen Kabeljaus. Jedes Jahr wandert er von den eisigen Gewässern seiner heimatlichen Barentssee an die Nordküste Norwegens, um zu laichen.

Nur die allerbesten Exemplare erfüllen die strengen Qualitätskriterien, um sich als Skrei zu qualifizieren. So er muss geschlechtsreif sein (ca. fünf Jahre) und darf ausschließlich von den kleinen Kuttern der einheimischen Fischer aus mit der Angel gefangen werden.

Skrei wird zwischen Januar und April gefangen, wenn das Meer besonders wild und die Temperaturen klirrend kalt sind – eine unglaublich spannende Zeit für Fischer und Fischliebhaber. Das Fleisch des Skrei ist schneeweiß, mager, locker und zart. Wie der gesamte Kabeljaubestand Norwegens wird auch der Skrei nachhaltig gefangen, verarbeitet und verpackt und vom Marine Stewardship Council (MSC) zertifiziert. Da die norwegischen Fischbehörden sehr auf den Schutz der Spezies bedacht sind, gelten äußerst strenge Vorschriften für die Qualität des Skrei.

Fischige Festmahle auf Fischmärkten

Leider gibt es in Norwegen nicht so viele gute Fachgeschäfte für Fisch. Doch dafür verfügen viele Supermärkte und Läden über ein hervorragendes Angebot an frischem Fisch und Meeresfrüchten. Tatsächlich haben die Norweger in den vergangenen Jahren mehr frischen Fisch verzehrt als gefrorene oder halbfertige Fischprodukte.

Die allerbesten und allerfrischsten Erzeugnisse jedoch finden Sie auf den Fischmärkten.

Auf dem Ravnkloa Fischmarkt in Trondheim können Sie frischen marinierten oder geräucherten Fisch kaufen und im Restaurant Kroa deftige Fischspezialitäten genießen. In Bergen wird seit 1276 mit Fisch gehandelt. Heute werden auf dem Bergener Fischmarkt jede Menge frischer Krustentiere und Erzeugnisse direkt vom Bauernhof angeboten.

Auf dem Fischmarkt in Stavanger können Sie Frühstück und Abendessen aus frischen regionalen Zutaten bekommen, die aus dem jeweiligen Fang des Tages bestehen. Der Markt ist unterteilt in Torjå – den Fischverkauf – und Vågen – das Restaurant.

Die nie endende Gabe

Die Fisch- und Meeresfrüchteindustrie ist das Rückgrat der norwegischen Küste und für viele örtliche Gemeinden überlebenswichtig.

Seit Jahrzehnten ist Norwegen bemüht, bei der Entwicklung einer guten Fischerei- und Aquakulturwirtschaft eine Spitzenstellung einzunehmen. In Zusammenarbeit mit der Wissenschaftsgemeinde arbeitet das Land mittels Vorschriften und Anreizen weiter daran, ein nachhaltiges Leben im Meer zu bewahren.

In den 80er Jahren sah sich Norwegen von einer rapiden Abnahme der Fischbestände in der Barentsee konfrontiert. Es mussten Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass auch zukünftige Generationen Meeresfrüchte aus den kalten, sauberen Gewässern Norwegens genießen konnten. Die norwegischen Behörden beschlossen daher, Rückwürfe zu verbieten. Dies hatte die Erholung der Bestände zur Folge.

Heute hat die Barentssee, wo Norwegen rund 93 Prozent seines gesamten Kabeljaus fängt, den am stärksten wachsenden Kabeljaubestand der Welt.

Lokales Essen auf die norwegische Art

Der Aufstieg von Naturkost war ein wichtiges gesellschaftspolitisches Ziel in Norwegen. In den letzten Jahren ist beim Konsum von nachhaltigen Lebensmitteln ein Durchbruch erzielt worden.

Zudem hat das Wort "kortreist" (zu Deutsch "kurz gereist") seinen Weg in die norwegischen Kochlexika gefunden. Das Wort beschreibt lokale Nahrungsmittel, die bei der Produktion und beim Konsum nur wenig transportbedingte Emissionen verursachen. Viele regionale Produzenten verbinden bei der Entwicklung von Produkten alte norwegische Essenstraditionen mit neuen wissenschaftlichen Methoden in einer sicheren Umgebung.

Die Produkte können ab Hof oder in Supermarktketten gekauft werden, die mehr und mehr auf hochqualitative Produkte lokaler Produzenten setzen.

Viele Norweger sind stolz auf den Eigenanbau. Von Sommer bis Herbst wimmelt es in den Wälder nur so von frischen Waldbeeren und schmackhaften Pilzen – das Sammeln ist heute eine beliebte Freizeitaktivität.

Gute Fischrestaurants finden

Warum erst bis zum Urlaub warten, um herauszufinden, was Sie gerne essen würden?

×

Mehr erfahren

Your Recently Viewed Pages
Ad
Ad
Ad