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Trinken Sie sich durch Norwegen

Das Grundrezept für jedes Getränk? Natur pur.
Planen Sie Ihre Reise einfach nach Ihrem Durstgefühl. Norwegen sprudelt, plätschert, quirlt, tröpfelt und schäumt. Hier bekommen Sie Insider-Tipps für alles, was Sie schon immer trinken wollten.
Kautokeino Kautokeino
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Kautokeino.
Photo: Bjarne Riesto / riesto.no / www.nordnorge.com / Kautokeino
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„Sauberes, keimfreies Wasser direkt aus der Leitung oder einem Gebirgsbach trinken zu können, ist ein Luxus, der in der Welt wohl ziemlich einmalig ist“, findet Vidar Lund, leitender Wissenschaftler am norwegischen Institut für öffentliche Gesundheit.

Aus der Tasse oder aus dem Glas, in der Bar, Brauerei oder Distillerie, aus einem Gebirgsbach oder vom Bauernhof: Probieren Sie die vielseitige Palette typisch norwegischer Getränke — an nur einem Tag und ohne große Fahrerei.

Milch, die nach Natur schmeckt

Andreas Viestad ist ein bekannter norwegischer Autor, der sich auf das Thema Essen und Trinken spezialisiert hat. Seit vielen Jahren hat er in The Washington Post seine eigene Kolumne. Außerdem moderiert er die TV-Serie New Scandinavian cooking.

„Die beste Milch bekommt man, wenn die Kühe gut gefressen haben und Norwegen ganz viel grünes Gras hat, das sich viel Zeit zum Wachsen nehmen kann. Die normale Milch aus dem Laden hat eine recht gute Qualität“, erklärt er.

Auf einigen Bauernhöfen können Sie auch Milch probieren, die ganz frisch von der Kuh kommt.

„Wenn ich auf einer Sennhütte im Sanddal in Valdres zu Besuch bin, stelle ich immer eine Kanne frische Milch zum Abkühlen in einen Gebirgsbach“, erzählt Viestad. In der freien Natur braucht man keinen Kühlschrank, denn es gibt überall natürliche Alternativen.

Kaffee, überall und jederzeit

Neben Milch ist Kaffee das Nationalgetränk der Norweger. Sich unter der Woche auf einen Kaffee zu treffen, ist so typisch norwegisch wie kaum etwas anderes — ob spontan um den Küchentisch zuhause, frisch gebrüht über einem Lagerfeuer am Fjord oder See oder perfekt vom Barista in einer smarten Espressobar zubereitet. Mit Wasser und Milch aus Norwegen wird auch jeder Latte oder Macchiato zu einem ganz besonderen Geschmackserlebenis. Probieren Sie unbedingt die trendigen neuen Coffee Bars, die Sie in fast jeder größeren Stadt finden. Einige von ihnen sind vielfach prämiert und gehören zu den meist ausgezeichneten Bars der Welt.

Andreas Viestad erklärt, warum: „Seitdem der erste Kaffee vor langer Zeit nach Norwegen kam, ist unser Verbrauch ungewöhnlich hoch. Dies liegt an unserer alten Tradition, dem Alkohol abzuschwören. In den vergangenen Jahren haben wir die Qualität unseres Kaffeeangebots immer weiter verbessert. Robert Thoresen, ehemaliger Goldgewinner in der Barista-Weltmeisterschaft, war der erste im Land, der im Jahr 2000 seine eigene Mikrorösterei gründete. Heute arbeitet er auf globaler Ebene mit dem Import von Rohkaffee. Außerdem ist er nach wie vor in den täglichen Abläufen seiner Kaffeebars Java und Mocca in Oslo involviert. Diese haben dazu beigetragen, sein Geschäft ins Rollen zu bringen“.

„Mit Wasser und Milch aus Norwegen wird auch jeder Latte oder Macchiato zu einem ganz besonderen Geschmackserlebenis“.

Bierbrau-Boom

Colin Eick ist Mitverfasser und Fotograf des Buchs Ølbrygging („Bierbrauen“), ein wichtiger Wegweiser für die neue norwegische Landschaft der selbständigen Bierbrauer.

„Einer meiner Bierfavoriten stammt vom Hof Lindheim in Gvarv in der Telemark. Die Brauerei nutzt den alten Obstgarten, indem sie das Obst in die Bierherstellung einfließen lässt. In der Kategorie „Beste neue Brauer der Welt“ der Website Ratebeer schaffte sie es auf Platz 5. Lindheim Ølkompani ist der neue Stern am norwegischen Bierhimmel, der explosionsartig aus dem Nichts auftauchte. Äpfel, Kirschen und Pflaumen sowie der Einsatz von Aquavit-Fässern verleihen dem Bier eine ganz besondere Note. Lindheim gehört zu den ganz Wenigen, die mit dem weltbekannten Mikkeller in Dänemark zusammenarbeiten“, erzählt Colin Eick.

Als nächstes erwähnt Eick die Osloer håndverksdestilleri. Diese kreative Brennerei verfeinert ihren Schnaps mit Extrakten aus Wildpflanzen, die von den Gründern selbst in der freien Natur am Rande Oslos gepflückt wurden. Die Marke „Marka“, benannt nach dem riesigen Waldgebiet um Oslo, ist ein Magenbitter mit Myrte, Löwenzahn und Engelwurz.

Merete Bø stammt aus der Bergstadt Voss und ist von Beruf Sommelierin. Dank ihrer Bücher zu den Themen Essen und Trinken sowie ihrer regelmäßigen Kolumnen in der Zeitung Dagens Næringsliv gilt sie als Norwegens Getränke-Koryphäe. Ihr Biertipp:

„Voss bryggeri ist ein kleiner, aber immer beliebter werdender Bierhersteller, der sich auf das Brauen mit ungewöhnlichen Zutaten spezialisiert hat. Hierzu gehört z. B. eine regionale Wacholderart, die in den hiesigen Bergen gepflückt wird“.

Gebirgsbäche und Bars

In ihrer Kindheit in Voss machte sich Merete häufig zusammen mit ihrer Familie in die Berge auf. Im Rucksack hatte jeder seinen eigenen Trinkbecher dabei.

„Wir tranken das Wasser direkt aus den kleinen Gebirgsbächen. Dabei achteten wir immer darauf, dass das Wasser steil aus dem Berg floss. Außerdem prüften wir das Gelände, um uns zu vergewissern, dass der Bach nicht von Tieren verunreinigt worden war“, erzählt Merete.

Übrigens: Fjellbekk (zu Deutsch: Gebirgsbach) ist auch der Name eines klassischen norwegischen Cocktails.

Fjellbekk gehört zu den ersten Drinks, die ich gemixt habe, als ich in der Branche angefangen habe. Es basiert im Wesentlichen auf Aquavit, Wodka, Zitrone und Limette“.

Aquavit heißt akevitt auf Norwegisch und gehört zu den beliebtesten Spirituosen der Norweger. Merete empfiehlt, unbedingt Aquavit, Gin und Whisky der Distillerie Det norske zu probieren, ehemals Puntervold, im südnorwegischen Grimstadt. Das Getränk basiert auf Kräutern aus der norwegischen Natur. Außerdem empfiehlt sie die Myken Brennerei, die erste arktische Whiskybrennerei der Welt. Diese betreibt einen kleinen Fertigungsbetrieb auf der Insel Myken an der Helgelandküste, nördlich des Polarkreises.

„Übrigens: Gebirgsbach ist auch der Name eines klassischen norwegischen Cocktails“.

Sag einfach Cider

Die Sommelierin empfiehlt, Norwegen nicht zu verlassen, ohne das norwegische Cider probiert zu haben. Zum Beispiel das von Balhom, einem Familienbetrieb in Balestrand am Sognefjord, dem längsten und größten Fjord Norwegens.

„Typisch für kleine Hersteller wie Balholm sind ihr furchtloser Ansatz und das echte Interesse am Experimentieren. Das Resultat ist eine interessante Variante des Apfelschaumweins. Das Klima am Sognefjord ist hierfür besonders vorteilhaft. Die Wasseroberfläche reflektiert die Sonnenstrahlen aus dem steilen Gebirge, wo die Obstbäume blühen. Die Erde hier basiert auf Gletschermoränen. Schon seit dem 13. Jahrhundert, als Mönche in die Region zogen, werden hier Äpfel angebaut – und das nicht ohne Grund“.

Auch Bierliebhaber Colin Eick möchte die Menschen an Apfelschaumwein heranführen. Kürzlich besuchte er das innere Ende des Hardangerfjord, wo das Dorf Ulvik zu den Hochburgen des Obstbaus gehört.

„Ulvik ist ein nostalgisch anmutendes Alpendorf, das von steilen Hügeln mit unzähligen Apfelbäumen umgeben ist. Hier gibt es jede Menge spannende Angebote rund um die Ciderherstellung. Da ist zum Beispiel das Fruksleppet Festival (die Obstfreigabe) oder das Wander- und Ciderproben-Event, Frukt- og siderruta genannt (Obst- und Ciderroute)“, erklärt Colin.

Die Ciderarten passen geschmacklich gut zu den meisten Gerichten, so auch zu norwegischem Fisch, frisch aus dem Fjord bei Ulvik.

Vitaminreiche Power

Darf’s vielleicht ein vergorener Smoothie sein? Fermentation ist ein Prozess, bei dem sich organische Substanzen langsam zersetzen. Mit Starterkulturen wie Dickmilch, Kefirkörnern und Molke kann die Methode äußert vielseitig eingesetzt werden, nicht nur beim Bier oder Apfelcider.

Gry Hammer, Autorin des Buchs Fermentation, unterstützt das Comeback dieser alten norwegischen Tradition.

„Der Vorteil ist, dass durch den Gärungsprozess Geschmack und Vitamine erhalten bleiben“, erklärt sie.

Kefirkörner sind eine Hefepilzkultur. Molke tritt als Flüssigkeit beim Durchsieben von Joghurt oder Kefir auf.

„Dickmilch und Molke haben in Norwegen eine Jahrhunderte alte Tradition“, erzählt Gry, die auf Fermentation basierte Rezepte veröffentlicht – von Löwenzahnsaft bis zu Molkedrinks mit Nesseln und Beeren.

„Smoothies, die auf norwegischer saurer, geronnener Milch mit Beeren und Obst aus der Saison basieren, sind eine einfache Möglichkeit, um eine fermentierte Basis zu benutzen. Jedes fermentierte Getränk ist ein Lebenselixier, ein Superfood voller vitaminreicher Power“, erklärt Gry Hammer.

In ganz Norwegen können Sie Ihren Durst mit einer riesigen Auswahl an Getränken stillen, die so rein wie die unberührte Natur sind. Reisen Sie in das Land, in dem die Frische in Ihrem Glas direkt aus der Natur stammt.

Probieren Sie Norwegen

Und es gibt noch viel mehr zu erkunden – warum erst bis zum Urlaub warten, um zu entdecken, was Sie gerne essen und trinken möchten?

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