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Ein Vorgeschmack auf das Tal Gudbrandsdalen

Eine kulinarische Reise durch Ostnorwegen

Die Esskultur im Tal Gudbrandsdalen ist tief in der traditionellen norwegischen Landwirtschaft verwurzelt – dazu gehören Almwirtschaft, Selbstversorgung und jahrhundertealte Konservierungsmethoden.

Norwegens berühmtester Käse, der süße Braunkäse Gudbrandsdalsost, wurde hier erfunden. Er zählt zu den vielen einzigartigen regionalen Produkten, die Sie hier unbedingt probieren sollten.

Die authentische Bergküche setzt auf Zutaten, die direkt von der Quelle auf den Teller kommen und wärmt nicht nur den Magen, sondern auch das Herz.

Hier finden Sie Tipps zu den besten Lokalen und Spezialitäten im Gudbrandsdalen.

Historische Bergbauernhöfe stellen hier traditionelle Käsesorten her, auf den Speisekarten stehen Gerichte aus den besten Zutaten von Feld und Berg, und inspirierende Gastgeber setzen auf regeneratives Reisen – entdecken Sie jetzt die Höhepunkte des kulinarisch facettenreichen Gudbrandsdalen!

Map of Norway

© Mapbox © OpenStreetMap Improve this map

Willkommen im Tal Gudbrandsdalen!

Das Tal Gudbrandsdalen liegt in Ostnorwegen. In den umliegenden Bergen können Sie gleich sechs Nationalparks besuchen, darunter Jotunheimen, Dovrefjell und Rondane.

Im Süden gilt die gemütliche Olympiastadt Lillehammer (1994) als das Tor zum Tal. Von dort erstreckt es sich das Tal 230 Kilometer nach Norden in Richtung Lesja und ins Tal Romsdalen mit seinen Seitentälern Gausdal, Heidal, Ottadalen und Espedalen.

Die Region ist bekannt für ihre Kulturlandschaft: Historische Höfe und Berghütten servieren sowohl in den grünen Tälern als auch hoch oben in den Bergen authentische Bauernküche. Zudem ist das Tal ein kulinarisches Eldorado der norwegischen Bergküche – geprägt von lokalen Traditionen und unverfälschten, wilden Aromen.

Entdecken Sie alle Highlights oder gehen Sie direkt zu folgenden Themen:

Traditioneller Braunkäse

Wenn Sie das Gudbrandsdalen besuchen, führt kein Weg am Brunost, dem Braunkäse, vorbei. Diese süße, karamellartige Käsespezialität wird aus Ziegen- und Kuhmilch hergestellt. Die Aromen sind unverwechselbar – und der Käse schmeckt pur ebenso wie auf einer frisch gebackenen norwegischen Waffel, die in vielen Cafés serviert wird.

Regionale Braunkäse-Rezepturen sorgen für unterschiedliche Geschmacksnoten. Das Tal Gudbrandsdalen ist besonders bekannt für Gudbrandsdalsost und Heidalsost.

Gudbrandsdalsost

Der Legende nach entstand der Gudbrandsdalsost 1863 auf der Sommeralm Solbråsetra in Gålå. Dort soll die junge Sennerin Anne Hov erstmals Sahne und Ziegenmilch zum Molkenkäse gegeben haben – die Geburtsstunde des berühmtesten Braunkäses Norwegens.

Die Solbråsetra ist bis heute in der warmen Jahreszeit in Betrieb. Im Sommer können Sie diesen historischen Hof besuchen, den Sennerinnen über die Schulter schauen – und natürlich den berühmten Käse probieren.

Doch damit ist der Käse noch nicht gegessen! Auch die Käserei Heidal Ysteri im Norden des Tals bietet Führungen an. Dort können Sie Prim (eine süße Käsecreme), Gebäck und weitere Leckerbissen der Bäckerei probieren.

Wer Käse und andere lokale Spezialitäten probieren und vielleicht mitnehmen möchte, sollte auf einen Sprung bei den Hof- und Dorfläden des Tals vorbeischauen.

Käseliebhaber aufgepasst: der Traditionsladen Avdemsbue (seit 1878) im Bergdorf Lesja ist ein absolutes Muss.

Neben einer großen Auswahl regionaler Produkte finden Sie hier auch erstklassige Kreationen des einheimischen Käsers Avdem Gardsysteri.

Probieren Sie auch Pultost, einen kräftigen, würzigen Käse mit langer Tradition – die Wurzeln reichen bis in die Wikingerzeit!

Wie wäre es zur Abwechslung mit frisch gebackenen Waffeln? Am besten schmecken Sie in diesem Café – natürlich in einem käseförmigen Gebäude!

Annis Pølsemakeri

An einigen Orten müssen Feinschmecker einfach anhalten – dazu gehört auch Annis Pølsemakeri in Ringebu.

„Lamm ist für mich definitiv eines der Highlights dieser Region. Sie streifen frei durch die Berge und wachsen im Einklang mit der Natur auf. Was könnte besser sein?“ schwärmt Anni Kirstine Byskov, Inhaberin von Annis Pølsemakeri.

Anni stammt ursprünglich aus Dänemark, zog aber 1985 nach Norwegen. Im Jahr 2000 kaufte sie die traditionelle Wurstmanufaktur in Ringebu – bis heute eine Erfolgsgeschichte. Ihre Wurstwaren haben mehrere renommierte Preise gewonnen, und auch ihr nach lokalen Traditionen hergestellter Schinken wurde zum „Liebling der norwegischen Konsumenten und Köche“ gekrönt.

„Ich denke, ein Teil unseres Erfolgs liegt darin, dass wir hochwertige Zutaten verwenden und unsere Rezepte einfach halten. Unsere Kunden wissen, was sie bekommen, wenn sie unsere Produkte kaufen“, sagt Anni.

In ihrem Fleischfachgeschäft finden Sie eine große Auswahl an Fleisch und Zuschnitten, je nach Saison. Auch köstliche Feinkost anderer regionaler Produzenten ist erhältlich. Legen Sie in Ihren Einkaufskorb Lammwurst mit Knoblauch und Petersilie, den Blauschimmelkäse Kraftkar aus Tingvoll, Apfelsaft vom Hof Hovelsrud und vieles mehr! Oder halten Sie einfach kurz an und werfen einen Blick auf die interessante Auswahl.

Direkt neben der Wurstfabrik liegt Annis eigenes Restaurant, Annis Spisested. Hier genießen Sie hausgemachte, herzhafte Gerichte.

Bauernküche

Die Landwirtschaft prägt das Tal – altehrwürdige Bauernhöfe, Almen und kleine Hofstellen verteilen sich über Felder und Berglandschaften.

Sie können in einigen Bauernhöfen sogar übernachten. Einer der renommiertesten ist Sygard Grytting, eines der ältesten Holzhotels Norwegens.

Zwischen Ringebu und Vinstra in der Gemeinde Sør-Fron gelegen, empfängt das Hotel seit 700 Jahren Gäste. Heute übernachtet man in prachtvollen, einzigartigen Zimmern voller Geschichte.

Probieren Sie traditionelle, herzerwärmende Speisen

Die Felder und Nebengebäude des Hotels werden weiterhin für Schafe und Getreide genutzt. Die meisten Zutaten für das Hotelrestaurant stammen direkt vom eigenen Hof oder aus der nahen Umgebung.

Gastgeberin Hilde hat eine Leidenschaft für traditionelle Küche – das zeigt sich auf jedem Teller. Lassen Sie sich Lamm, Elch und Rentier schmecken, probieren Sie Fisch aus den Bergseen sowie Obst und Beeren aus dem hoteleigenen Garten.

Der Speisesaal trägt den Namen Spisestugu. Denken Sie daran, rechtzeitig zu reservieren!

Probieren Sie echte Bauerngerichte

Nur eine kurze Fahrt von der E6 entfernt, zentral gelegen zwischen den Orten rund um den Mjøsa-See im Süden des Tals, liegt Biri Landhandel – ein idealer Ort für Bauernhof-Spezialitäten..

Das Landgeschäft bietet Produkte wie Apfelsaft, Wild-, Lamm- und Schaffleisch, Bio-Milchprodukte und vieles mehr an. Es wird von mehreren Bauern aus der Umgebung gemeinschaftlich betrieben und zeigt die Vielfalt an hochwertigen regionalen Lebensmitteln und Getränken.

Ein weiterer Reisetipp ist das Harpefoss Hotel & Landhandel in Sør-Fron, nur zwei Minuten von der E6 entfernt. Das Gebäude wurde 1896 während des Baus der Dovrebahn errichtet und ist heute ein historisches Schmuckstück.

Im Sommer verwandelt sich der alte Landhandel in ein schrulliges Café mit süßen Leckereien. Geöffnet ist von Mitte Juni bis Ende August.

Heißer Tipp: Hinter dem Hotel genießen Sie einen großartigen Blick auf den Wasserfall Harpefossjuvet!

Bauernhof-Urlaub für Familien

Viele Bauernhöfe eignen sich perfekt für einen Familienurlaub mit Kindern.

Dazu gehört Paulsrud im Süden des Tals, ein idyllischer Milchbauernhof nordwestlich von Lillehammer. Hier können Sie in rustikalen Hütten übernachten. Die Kinder werden begeistert sein, die Katzen, Schafe, Hühner, Kühe und Kälber auf dem Hof zu treffen! Im Sommer können Sie sogar auf der hofeigenen Sommeralm in den Bergen übernachten.

Weitere Bauernhof-Erlebnisse im Gudbrandsdalen

Nicht nur die fruchtbaren Täler bieten großartige Geschmackserlebnisse – auch die norwegische Bergküche sollten Sie hier unbedingt probieren.

Wenn Sie ein echtes kulinarisches Erlebnis mit den besten Zutaten aus den Bergen direkt auf Ihrem Teller wollen, dann besuchen Sie im Bergdorf Skåbu das Skåbu Fjellhotell.

Das Skåbu Fjellhotell war ursprünglich eine landwirtschaftliche Genossenschaft und wurde von der Familie Haug in ein brandneues Boutique-Hotel umgewandelt.

Das Hotel wurde für seine Bemühungen rund um die Themen Nachhaltigkeit und regenerativen Tourismus ausgezeichnet. Es ist zudem Mitglied bei Regenerative Travel – einem Verbund unabhängiger Hotels mit einer gemeinsamen Vision: Weltweit sollen Reisende ökologische und sozial wirksame Erfahrungen sammeln.

Der Geschmack der Berge

„Wir versuchen, niemals Zutaten zu verwenden, die nicht aus dieser Region stammen“, sagt Lukasz B. Socha, Küchenchef des Hotelrestaurants Skadir.

Das Hotel will, dass sich die umliegende Landschaft auch in den Zutaten widerspiegelt – freuen Sie sich auf Lamm- und Schweinefleisch vom eigenen Hof sowie Fisch und Wild aus den umliegenden Gewässern und Bergen.

Im Restaurant genießen Sie ein täglich wechselndes Menü, das der traditionellen norwegischen Küche einen modernen Twist verleiht.

„Wir verwenden viel Elch und Wild aus den Bergen. Wenn wir im Herbst während der Jagdsaison das Fleisch bekommen, müssen wir überlegen, wie wir es das ganze Jahr über nutzen können“, erklärt Küchenchef Socha.

Laut ihm muss jeder Besucher unbedingt einmal Elch aus der Region probieren:

„Man schmeckt wirklich den Wald. Es ähnelt Rindfleisch, hat aber einen intensiveren Geschmack.“

Sie können im Skåbu Høyfjellshotell einfach nur essen, aber eine Übernachtung ist wirklich empfehlenswert. Wer am Samstag kommt, sollte das 5-Gänge-Tasting-Menü des Küchenchefs genießen. Von Mittwoch bis Freitag serviert das Restaurant ein 3-Gänge-Menü.

Almen

Während der sommerlichen Almwirtschaft wird das Vieh (darunter Schafe und Rinder) zum Weiden auf die Berge gebracht – die Praxis ist in einigen Regionen Norwegens nach wie vor stark verbreitet.

Viele Sommeralmen bieten Übernachtungen für Gäste an, und Speisen direkt vom Hof und aus den Bergen stehen oft auf der Speisekarte.

Einige Almen haben ein Hofcafé, wo Sie eine Pause einlegen und traditionelle Mahlzeiten oder Snacks genießen können.

Unbedingt probieren: Rømmegrøt (Sauerrahmbrei)

Eine jahrhundertealte Tradition: Rømmegrøt wird in Norwegen häufig auf Sommeralmen und in Hofcafés serviert. Die Hauptzutat ist, wie der Name schon sagt, frischer, regional hergestellter Sauerrahm. Dazu gibt es oft Spekemat – traditionelle Wurst- und Fleischspezialitäten.

Gönnen Sie sich selbst eine Schüssel der kulinarischen Tradition in der Sommeralm Lykkjesetra des Venabu Fjellhotells in Ringebu.

Die Sennerin des Hofes erzählt Ihnen gerne von der reichen kulturellen Geschichte des Ortes.

Ein kulinarischer Roadtrip

Sie möchten noch mehr erkunden? Planen Sie eine genussvolle Rundreise durch das Gebirge Ostnorwegens – mit Stationen in Valdres, Jotunheimen, Lom und im Tal Gudbrandsdalen.

Kulinarische Reisen

Sind Sie ein Feinschmecker oder probieren Sie einfach nur gerne regionale Spezialitäten? Dann machen Sie eine kulinarische Reise durch Norwegen!

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