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Nach vielen Monaten der Pandemie mit Homeoffice und eingeschränktem Sozialleben suchen viele Paare nach neuen Impulsen für ihre Beziehung. Der norwegische Psychologe und Beziehungsexperte Thuen hat eine kleine Packliste mit tollen Tipps zusammengestellt – mit diesen machen Sie nicht nur das Beste aus Ihrem Urlaub, sondern auch für Ihre Beziehung.

„Jeder weiß, dass ein Urlaub für neue Erinnerungen sorgt und Ihnen mehr gemeinsame Zeit ermöglicht. Ich denke, es gibt nichts Besseres, als die Tasche zu packen, dem Alltag zu entfliehen und gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen“, sagt Thuen.

„Im Urlaub hat man die Möglichkeit, sich wieder zu verbinden: etwa bei gemeinsamen Aktivitäten, die beiden Spaß machen, oder bei ausreichend Entspannung, um sich gegenseitig Fürsorge und Dankbarkeit zu zeigen“, erklärt der Psychologe, der zudem Experte für Familienbeziehungen ist. Das Ziel ist nicht nur ein schöner, gemeinsamer Urlaub. Auch der Alltag soll neu belebt werden.

Das Londoner Pärchen Sam und Stephanie ist in ihrer Beziehung mit Herausforderungen konfrontiert. Thuen hilft ihnen deshalb bei ihrem romantischen Urlaub in Südnorwegen.

Sehen Sie sich die ganze Doku-Serie über den Ablauf ihrer Reise an und holen Sie sich einige Expertentipps zur Stärkung Ihrer eigenen Beziehung:

1. Den Partner in einem neuen Licht sehen

Das Kühlschranklicht an einem frühen Dienstagmorgen ist weniger schmeichelnd als die über dem Ozean funkelnde Sonne, oder das Kerzenlicht bei einem romantischen Abendessen. Wenn Sie Ihre Umgebung ändern, können Sie Ihren Partner mit anderen Augen sehen.

„Unternehmen Sie etwas gemeinsam, das Sie noch nie zuvor ausprobiert haben“, schlägt Thuen vor.

Neue, gemeinsame Erfahrungen bereichern die Beziehung. Scheuen Sie auch herausfordernde Aktivitäten nicht. Die Forschung zeigt, dass dies nicht nur die Glückshormone Ihres eigenen Körpers beschleunigt, sondern auch neue zwischen Ihnen beiden erzeugt! So können Sie sich gegenseitig unterstützen, anfeuern und ein gemeinsames Erfolgsgefühl erleben. Ganz zu schweigen davon, dass das natürlich auch spannend ist! Es ist eine großartige Möglichkeit, Sie näher zusammenzubringen und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit zu schaffen.

2. Gemeinsamkeiten neu entdecken

Was haben Sie früher gerne zusammen gemacht? Sie lieben Kunst? Gutes Essen? Wandern? Oder vielleicht entdecken Sie gerne kleine, versteckte Orte? Wenn Sie zu den gemeinsamen Interessen zurückzufinden, entdecken Sie sich auch selbst wieder ein wenig neu.

„Im Alltag verlagert sich der Fokus schnell auf uns selbst und unseren eigenen Weg. Aber im Urlaub hat man immer Gemeinsamkeiten. Erinnern Sie sich an die gemeinsamen Interessen und Freuden und nehmen Sie sich die Zeit, diese in den Ferien zu pflegen“, rät Thuen. Dies bestimmt die Stärke Ihrer Bindung.

Für diejenigen, die noch einen Schritt weiter gehen möchten: Laut Thuen kann ein Urlaub auch eine tolle Gelegenheit sein, sich zusammenzusetzen und wirklich miteinander zu reden – etwa auf einem Berggipfel mit Blick auf das Meer oder an einem friedlichen Kai.

„Zoomen Sie heraus. Wo stehen Sie heute zusammen? Wovon möchten Sie in Zukunft mehr haben, wenn Sie wieder zurück im Alltag sind?“

3. Jeden Tag mit einer Freundlichkeit beginnen

„Entscheiden Sie sich, jeden Urlaubstag mit einer netten Geste zu beginnen! Das kann ein Kompliment oder ein Kaffee im Bett sein“, erklärt Thuen.

Im hektischen Alltag können kleine, nette Gesten während der ganzen Arbeit, beim Kochen und Waschen schnell verschwinden. Aber im Urlaub haben Sie die Zeit, Ihre Beziehung zu pflegen – besonders dann, wenn Sie sich schon vor der Abreise dazu entscheiden.

Sagen Sie sich: Ich werde ein guter Partner sein, der Rücksicht und Dankbarkeit zeigt. Den Morgen mit ein wenig mehr Liebe und Fürsorge zu beginnen, kann für den Rest des Tages Wunder bewirken.

4. Lernen zuzuhören

Dieser Tipp ist laut Thuen für diejenigen, die den Pärchenurlaub wirklich ernst nehmen wollen. Das kann die Beziehung auch nach dem Urlaub nachhaltig verbessern. Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, wie Sie in schwierigen Situationen mit Ihrem Partner umgehen können: sich der Situation stellen, sich von ihm abwenden oder ihn angreifen.

„Fragen Sie sich selbst, wie Sie normalerweise auf Ihren Partner reagieren, wenn er oder sie etwas Schwieriges anspricht oder Sie kritisiert. Ziehen Sie sich zurück, machen Sie Schuldzuweisungen oder sind Sie offen und ansprechbar?“ fragt Thuen.

Viele Menschen haben die Angewohnheit, entweder passiv zu werden und sich zurückzuziehen, um eine Konfrontation zu vermeiden, oder wütend zu werden und dementsprechend zu reagieren. Wenn dies zu einer Gewohnheit oder zu einem Verhaltensmuster wird, kann das auf lange Sicht zu Problemen führen. Es überrascht nicht, dass laut dem Forscher John Gottman die Paare am erfolgreichsten sind, die sich auf halbem Weg treffen.

Thuen glaubt, dass ein Urlaub eine einmalige Gelegenheit sein kann, die eigenen Verhaltensmuster zu hinterfragen und zu lernen, einander zuzuhören. Bei einem feinen Essen mit schöner Aussicht, weit weg vom Alltag, ist man vielleicht entspannt genug, um gemeinsam an einer besseren Beziehung zu arbeiten.

5. Sich selbst verbessern

„In einer Beziehung denken wir oft: ‚Was habe ich davon?‘. Aber versuchen Sie, diese Frage umzudrehen“, empfiehlt Thuen. Warum sollte Ihr Partner mit Ihnen Zeit verbringen? Was haben Sie zu bieten?

Es ist für uns oft natürlich, auf unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu schauen. Laut Thuen können Sie jedoch davon profitieren, ab und zu introspektiv zu sein – also sich selbst und Ihre eigenen Handlungen zu beobachten.

„Sprechen Sie gemeinsam darüber, was Sie voneinander brauchen. Genauso wichtig ist es, sich zu fragen, was das Beste für uns ist. Stellen Sie sich die Beziehung als eine eigene Person mit eigenen Bedürfnissen vor“, rät der Psychologe.

6. Das Handy weglegen

Wir haben hier alle mal gesündigt, nicht wahr? Mit anderen zusammen sein, aber plötzlich dasitzen und aufs Handy starren?

Unsere Handys sind vielleicht das, womit wir am häufigsten „untreu“ sind. Obwohl man eigentlich Zeit mit den Menschen verbringen sollten, mit denen man zusammen sind, driftet man schnell in die digitale Parallelwelt ab. Im Urlaub kann dies schöne Momente vermasseln – Momente, die man eigentlich mit seinen Liebsten teilen sollte.

„Versuchen Sie, sich im Urlaub vom Handy zu befreien“, rät Thuen. Konzentrieren Sie sich stattdessen darauf, für Ihren Partner präsent zu sein und all die neuen Eindrücke und Erfahrungen gemeinsam aufzunehmen.

Thuen schlägt zudem vor, tagsüber einige handyfreie Stunden zu vereinbaren, in denen Sie beide voll und ganz aufeinander eingehen und sich zu 100 Prozent konzentrieren können. Es gibt viel schönere Dinge als der Anblick des Handys: Genießen Sie die schöne Aussicht, hören Sie einander ohne Unterbrechung zu und schmecken Sie jeden Bissen Ihres Essens. Ihr Instagram-Account wird ausnahmsweise auch ohne Essensbilder nicht verhungern.

Wenn Sie fotografieren möchten, sich aber auf eine Handy-freie Zeit geeinigt haben, nehmen Sie doch einfach eine Digital- oder Einwegkamera mit!

7. Wieder zu Hause

Auch der schönste Urlaub endet irgendwann. Wieder zu Hause angekommen, sind Sie wahrscheinlich voller neuer Erfahrungen und – hoffentlich – neuer Energie.

Sie haben zusammen neue Dinge erlebt, vielleicht sogar den Adrenalinspiegel steigen lassen, und den ganzen Alltagsstress vergessen können. Und nun steht der Alltag doch wieder vor der Tür. Traurig? Vielleicht ein bisschen. Doch das Wichtigste an einem Urlaub ist das, was Sie in Ihren Alltag mitnehmen.

„Der Großteil des Lebens besteht aus Wochentagen. Ein Urlaub kann Ihnen genug Abstand geben, um die kleinen Dinge zu genießen, die Sie zu Hause haben“, erklärt Thuen.

Sich darauf zu freuen, wieder nach Hause zu kommen, gehört für ihn zu den größten Vorteilen der Abwesenheit. Und mit neuen Erinnerungen im Gepäck, auf die Sie beide gerne zurückblicken, wird Ihr Urlaubsgefühl weit über den Abreisetag hinaus dauern.

„Und wenn ihr Zeit hattet, einander und eure Beziehung zu pflegen, kann ein Urlaub die Romantik wirklich ankurbeln.“

Ändern Sie Ihre Ansichten, nicht Ihren Partner

Beim Zusammenleben in London fanden Sam und Stephanie heraus, dass sie einige Probleme in ihrer Beziehung hatten.

Manchmal hat man das Gefühl, dass einem nicht zugehört wird, und das kann manchmal als gleichgültig rüberkommen“, erzählt Sam.

„Und ich denke das Gleiche. Wir denken beide, dass wir einander nicht zuhören“, sagt Stephanie.

Sam findet, dass Stephanie sehr viel Zeit mit ihrem Handy verbringt. „Das kann ein bisschen nervig sein, weil man sich an einem der schönsten Orte der Welt befindet und sie gerade mit Ihren Gedanken woanders ist“, fährt Sam fort.

„Was er wirklich von mir will, ist präsent zu sein und mehr zuzuhören. Ich liebe ihn, aber ich glaube, er will es mehr spüren“, sagt Stephanie.

Visit Norway lud Sam und Stephanie an die Südküste Norwegens ein – aus Überzeugung, dass Expertentipps und eine schöne Umgebung ihre Beziehung stärken können.

Die Liebesreise von Sam und Stephanie

Sehen Sie sich die 7 Tipps an, die Sam und Stephanie zur Stärkung Ihrer Beziehung erhalten haben.

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