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Weniger Touristen, mehr Platz: 11 Top-Ausflugsziele

Lasse Tufte ist Outdoor-Fitnesstrainer und immer auf Ausschau nach Plätzen, die Ruhe und Besinnlichkeit bieten – mit viel frischer Luft, tollen Aussichten, spannenden Aktivitäten und weniger Touristen. Holen Sie sich seine heißesten Tipps!

Trainer Lasse Tufte liebt Aktivitäten an der frischen Luft. Die bekannten Attraktionen mit ihren unzähligen Touristen allerdings vermeidet er lieber. Sein Sport ist Calisthenics, eine Art Training ohne Zubehör, das nur das eigene Körpergewicht als Widerstand nutzt.

Tufte ist Gründer des Trainingparks Tufteparkene – über einhundert kostenlose Outdoor-Trainingsstationen mit unkomplizierten Geräten warten hier auf Fitnessfans. Seine vier Bücher (Calisthenics Band 1 und 2 sowie Tren sammen (Zusammen trainieren) Band 1 und 2) gehen in Norwegen weg wie warme Semmeln.

Auf seinen zahlreichen Reisen durchs Land konzentriert Lasse sich vor allem darauf, Menschen zu inspirieren, mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Hier verrät er uns seine Tipps für weniger überlaufene Stellen, wo Sie Ihren sportlichen Aktivitäten praktisch ungestört nachgehen können. Oft sind seine Empfehlungen nur alternative Strecken, die wenige Minuten von den üblichen Touristenpfaden entfernt sind: Orte, an denen Sie Erfahrungen sammeln und aus ganz neuen Perspektiven fotografieren können.

1. Das Städtchen Sæbø

Wo: Ein ruhiger Ort am Hjørundfjord in Sunnmøre mit weniger Reisebussen als im übrigen Fjord Norwegen.

Warum: „Definitiv einer der schönsten, aber weniger überlaufenen Fjorde Norwegens mit Alpen und charmanten Städtchen, die den Fjord auf allen Seiten umrahmen. Egal, aus welchem Blickwinkel Sie fotografieren – hier werden Ihre Bilder immer wie ein Kunstwerk aussehen. Am Hjørundfjord können Sie viele spannende Aktivitäten ausprobieren, wie das Stehpaddeln.“

2. Das Dorf Urke

Wo: Ein wunderschönes Dörfchen am Norangsfjord (ein Seitenarm des Hjørundfjords) in Sunnmøre, gegenüber von Sæbø auf der anderen Seite des Fjords.

Warum: „Dank der vielen Fähren, die auf den norwegischen Fjorden verkehren, können Sie bequem zwischen den Städtchen hin- und herreisen. Und wer die Fähre mal verpasst und auf die nächste warten muss, kann die spektakuläre Aussicht auf die umliegenden Berge genießen und im Fjord ein paar Runden schwimmen – springen Sie einfach von der Anlegestelle direkt ins Wasser, so wie ich es hier tue! Von Urke in Sunnmøre ist es nur eine kurze Bootsfahrt ins Trandal. Dort wartet die aufregendste Schaukel der Welt auf Sie.”

3. Nationalpark Rondane:

Wo: Ein Nationalpark, der von Oslo aus bequem zu erreichen ist.

Warum: „Viereinhalb Stunden Fahrt von Oslo entfernt wartet das Rondane-Gebirge, wo Sie rundherum von 2000 Meter hohen Gipfeln umgeben sind. So groß ist die Region, dass man meinen könnte, man habe sie ganz für sich. Die typischen Felsmassive sind ein unverkennbares Merkmal von Rondane.

Freuen Sie sich auf fantastische Bergwanderungen und unzählige weitere Outdoor-Aktivitäten aller Art. Lust auf eine ganz besondere Herausforderung? Dann melden Sie sich doch für das 2K-Marathon von Rondane an und erobern Sie gleich zehn über 2000 Meter hohe Berggipfel! Erfahrene Langstreckenlaufende schließen die Strecke in weniger als 24 Stunden ab und der bisherige Rekord war knapp neun Stunden!“

4. Der Berg Laushornet

Wo: Wer in der Region Geirangerfjord ist, sollte ruhig mal auf eigene Faust losziehen.

Warum: „Der Geirangerfjord ist wohl der berühmteste Fjord Norwegens. Jedes Jahr kommen unzählige Touristen hierher. Doch nur die Wenigsten kennen die Wandermöglichkeiten rund um den Fjord, die gar nicht so unzugänglich sind, wie man meinen könnte. Auch viele Kurzstrecken gibt es hier, die für die meisten Menschen geeignet sind. Schon nach wenigen Stunden erreichen Wandernde den Laushornet. Von hier oben werden Sie mit einem seltenen Panoramablick über den Geirangerfjord belohnt.“

5. Der Berg Romsdalshorn

Wo: Die Felswand Trollveggen von der anderen Seite des Tals. Hier ist die Aussicht spektakulär.

Warum: „Wer ins Romsdalen Richtung Åndalsnes fährt, dem fallen zwei Dinge auf: Erstens, der imposante Trollveggen, eine 1000 Meter hohe senkrecht abfallende Felswand. Und zweitens, das Romsdalshorn: der Gipfel für angehende Outdoor-Kletterprofis, natürlich mit Hilfe örtlicher Guides. Ob Sie den Aufstieg bis zur halben Höhe unternehmen oder ganz bis zum Gipfel wandern – Sie werden auf jeden Fall mit einer ultimativen Aussicht zum Trollvegen belohnt. Ganz zu schweigen von dem 360-Grad-Blick aufs Romsdalen!“

6. Die Waldregion Oslomarka

Wo: Unmittelbar vor den Toren der norwegischen Hauptstadt Oslo.

Warum:„Städtereisende in der lebhaften Hauptstadt Oslo haben es gut: Nur eine kurze Bahn- oder Busfahrt vom Stadtzentrum entfernt, laden Wälder und Seen zum Erkunden ein. In den riesigen Wäldern der Nordmarka und Østmarka gibt es ein Netzwerk aus gepflegten Wegen. Hier können Sie Radfahren, Wandern, Joggen, Kanufahren oder Angeln. Lust auf was Neues? Probieren Sie auf einem der kleinen Seen doch mal Stehpaddeln. Alles ohne Touristengetümmel.”

7. Aussichtspunkt Rimstigen

Wo: Eine verborgene Wanderroute am Nærøyfjord, dem am zweithäufigsten besuchten Fjords Norwegens.

Warum:„Mit einer spektakulären Aussicht über den berühmten Nærøyfjord (ein Seitenarm zum Sognefjord) und nur eine kurze Fahrt von der ebenso bekannten Base-Jumping-Stelle Gudvangen in Aurland entfernt, ist der Rimstigen ein Ausflugsziel, das nur wenige Wandernde kennen. Fragen Sie die Einheimischen, wo Sie den Aussichtspunkt am Ende einer kleinen Straße finden. Ein steiler, kurviger Pfad führt Sie zum Gipfel, wo Sie ein malerisches verborgenes Tal entdecken werden.“

8. Die Hochebene Gygrestolen

Wo: Eine ungewöhnliche Felslandschaft in der Telemark.

Warum: „Die Telemark hat einige sehr eigenartige Felsformationen. Hier fallen einem die drolligen Legenden ein, die von ihrer Entstehung durch Trolls erzählen. Der Weg zum Gygrestolen ist überaus zugänglich und nimmt nur ein paar Stunden in Anspruch, je nachdem, wo genau Sie sich befinden. Touristen kennen diese Landschaft meistens nicht, die im Grunde nur von den Einheimischen besucht wird. Diese werden Ihnen gerne Tipps geben oder Sie vielleicht sogar als Bergführer begleiten. Die ganz Sportlichen wagen sich auch zum Klettern in die Felsen.“

9. Der Berg Kattanakken

Wo: Ein eher unbekannter Weg in der Nähe des Gletschers Briksdalsbreen in Stryn.

Warum: „Unzählige Reisende besichtigen alljährlich den Gletscher Briksdalsbreen. Doch nur ganz Wenige nutzen die Wandermöglichkeiten, die die Region Stryn ebenfalls zu bieten hat. Biegen Sie auf halber Höhe des Gletschers rechts ab und machen Sie sich durch die Wälder auf den Weg zum Kattanakken. Der Weg bis zum Gipfel ist steil, aber lohnt sich allemal. Genießen Sie eine spektakuläre Aussicht auf Norwegens größten Gletscher, den Jostedalsbreen, sowie auf den Briksdalsbreen und die umliegenden Berge – ganz ohne lärmende Touristen!“

10. Der Berg Storsteinsfjell

Wo: Die abenteuerlichen Landschaften der Finnemarka in Buskerud, nahe der Stadt Drammen.

Warum: „In Norwegen brauchen Abenteurer nicht in die Ferne zu schweifen. Irgendwo sind immer ein Wald und ein paar kleine Gipfel in der Nähe – mit schönen Aussichten, die Sie ungestört genießen können. Klettern Sie doch mal wieder auf einen Baum! Dieser Spaß ist nicht nur Kindern vorbehalten, denn wir aufhören zu klettern, vergessen wir, wie‘s geht! Ich möchte alle Menschen dazu aufrütteln, die Wälder, Seen und Berge zu nutzen – auf spielerische, abenteuerliche und nachhaltige Weise. Hier bin ich in der Finnemarka nahe Drammen.“

11. Die Insel Senja

Wo: Die zweitgrößte Insel Norwegens in Troms, Nordnorwegen.

Warum: „Spazieren Sie Sandstrände entlang, wandern Sie durch Wälder, erkunden Sie Fischerdörfchen und entdecken Sie die ungewöhnliche Vielfalt der Natur – draußen oder im Restaurant. Auf der riesigen Insel Senja finden Sie das ganze Spektrum des Lebens, das Norwegen zu bieten hat – ganz ohne die vielen Reisenden, die sich immer dann in Ihren Weg stellen, wenn Sie gerade ein ganz besonderes Foto schießen wollen.“

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Die alternativen Wanderziele des Lasse Tufte

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