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Manchmal besucht man einen Ort, ein Gebäude, eine kleine Gemeinde oder sogar ein Stadtviertel – und fühlt sich dabei einfach toll. Doch was macht einen Ort aus, der Ihnen dieses Gefühl gibt? Und wo in Norwegen finden Sie diese erstaunlichen Orte?

Was macht einen Ort zu einem tollen Ort?

Architektur, Design und menschlicher Erfindungsreichtum sind mächtige Werkzeuge, um einen Ort oder einen bestimmten Raum zu verändern. Werkzeuge, die unsere Gedanken und unsere Gefühle beeinflussen. Ein verlassenes Fischerdorf kann zur Geisterstadt werden – und sich dann in einen kreativen und künstlerischen Treffpunkt verwandeln. Eine Schutzhütte kann auf einer abgelegenen Klippe, im Wald oder neben einem geschäftigen Krankenhaus mitten in der Stadt stehen.

Ein Gebäude kann nicht nur dem menschlichen Körper Raum geben, sondern auch zur Heimat von Gedanken und neuen Perspektiven werden.

Doch wie können Architektur, Design und menschliche Kreativität einen Ort verändern? Wie können so die guten Qualitäten, die Möglichkeiten und der innovative Geist eines Ortes verbessert werden, damit sich sowohl Besucher als auch Einheimische wohl, entspannt und voller Energie fühlen?

Warum ist dies ein toller Ort? Warum fühlen sich die Menschen hier wohl?

Eine Oper für das Volk

„Es ist nicht nur das Gebäude. Es geht immer um den Ort und den Kontext, und dazu können auch die Leute gehören, die dort sind. Es kann so ziemlich alles sein“, sagt Jenny B. Osuldsen, Professorin für Landschaftsarchitektur und Partnerin bei Snøhetta – einem der innovativsten Architekturbüros der Welt.

Wenn wir es schaffen, ein Gebäude zu entwerfen, das das gewisse Extra bietet … dann ist die Architektur nach unserem Geschmack. Architektur, die uns als Menschen tatsächlich bewegt“, fährt sie fort.

Snøhetta entwarf eines der erfolgreichsten Bauwerke Norwegens in der Neuzeit: das Opernhaus in Oslo. Auf dem Dach sind immer viele Leute. Manche haben dort ein Date, andere plaudern mit Freunden und einige spazieren oder laufen herum. Man kann auch einfach nur Musik hören und den glitzernden Oslofjord beobachten. Sie können zudem am angrenzenden Opernstrand schwimmen oder von einem Saunaboot springen. Abends heißt es dann raus aus den Badesachen, rein in die Abendgarderobe und ab zu einer neu gestalteten Inszenierung von Elektra.

Ein Ort mit einem Twist

Das ist jedoch nicht der einzige Ort, der die Kunst zu den Menschen bringt.

„Ich erinnere mich noch an das erste Mal, als ich hier ankam. Ich parkte mein Auto und dachte, ich wäre am falschen Ort gelandet. Wie kann es hier im Nirgendwo ein Kunstmuseum geben?“ erzählt Kate Smith, Kuratorin des Kistefos Museums. Das einzigartige Museum ist einer der beeindruckendsten und schönsten Kunstorte Europas, nur eine Autostunde von Oslo entfernt.

Einst eine heruntergekommene Zellstofffabrik weit draußen im Wald, ist es heute ein riesiges Museum mit einem Skulpturenpark bei Kistefos in Hadeland. Einige der besten zeitgenössischen Kunstwerke inspirieren Reisende aus aller Welt.

Kunst für alle

Hier genießt ein gemischtes Publikum – von verspielten Kindern und Omas bis zu Naturfreunden und Kunstliebhabern – die Werke vieler weltbekannter zeitgenössischer Künstler, darunter Yayoi Kusama, Olafur Eliasson, Bjarne Melgaard, Tony Cragg, Elmgreen & Dragset, Fernando Botero und Jeppe Hein.

„Die Menschen bewegen sich hier freier im Raum und es gibt viel mehr informelle Interaktion mit der Kunst. Während andere Kunstgalerien ziemlich imposant sein mögen, können die Menschen hier bei Kistefos die Natur genießen, einen Spaziergang im Wald machen und dann plötzlich auf wunderbare Kunstwerke von internationalem Rang stoßen“, schwärmt Kate Smith.

Das auffälligste Gebäude, das den Ort schließlich auf die Weltbühne der Kunst brachte, ist die Kunstgalerie The Twist. Sie wurde von der Bjarke Ingles Group (BIG) entworfen und ist gleichzeitig eine Brücke und ein Aussichtspunkt – oder ist die Galerie selbst eine riesige Skulptur?

Spezielle Orte

Das Opernhaus und Kistefos sind nur zwei Beispiele für Norwegens tolle Orte. Wir haben noch viele weitere Gebäude und Häuser, kleine und große Gemeinden, die das gewisse Extra haben und die Menschen glücklich, entspannt und kreativ werden lassen.

Sehen Sie sich unsere kurze (zehnminütige) Dokumentation zur wichtigen Frage an: Was macht einen Ort zu einem tollen Ort? Begleiten Sie uns auf unsere Reise und Suche nach Antworten: Dabei erleben Sie das oben erwähnte Kistefos-Museum, eine moderne Holzschule, die das Verhalten und die Zufriedenheit der Schüler drastisch veränderte, und ein gemütliches Chalet direkt neben dem Krankenhaus, in dem schwerkranke Kinder und ihre Angehörigen eine Verschnaufpause einlegen können. Erkunden Sie ein Luxushotel, das sich in die Natur einfügt. Entdecken Sie auch das vom Aussterben bedrohte Fischerdorf, das einfach nicht aussterben wollte – und sich stattdessen in etwas überraschend Urbanes verwandelte.

Werfen Sie einen Blick auf die folgende Liste und entdecken Sie viele tolle Orte und einzigartige Bauwerke im ganzen Land.

1. Ein toller Ort zum Verweilen

Dieses besondere Traumhotel wurde behutsam in die umliegende Landschaft integriert.

Es gibt einen guten Grund, warum das familiengeführte Øyna Kulturlandschaftshotel (nur eine Autostunde vom Flughafen Trondheim entfernt) im Jahr 2022 zur Fodor's Travel List der „101 unglaublichsten Hotels der Welt“ gehört.

Von den 18 Zimmern im skandinavischen Stil genießt man die Aussicht auf den Trondhjemsfjord und die Fosen-Alpen. Dabei hat man das Gefühl, mitten im kulinarischen Himmel zu schweben. Steigen Sie auf ein Fahrrad und erkunden Sie die vielen Hofläden, Bäckereien und Galerien entlang des Goldenen Umwegs in Inderøy.

In Norwegen sind die Hotels oft selbst eine Reise wert. Checken Sie ein im preisgekrönten Juvet Landschaftshotel in Manshausen im Inselparadies Steigen. Probieren Sie auch unsere schönen historischen Holzhotels, darunter das Dalen Hotel, das Hotel Union Øye, das Walaker Hotel und das Utne Hotel.

2. Ein Roadtrip zu toller Architektur

Der Weg ist das Ziel!

Genießen Sie auf einem Roadtrip die Natur von ihrer schönsten Seite. Reisen Sie durch vielfältige Landschaften, entlang von Küsten und Fjorden, vorbei an Bergen und Wasserfällen. Erfahren Sie dabei, wie Kunst, Design und Architektur die dramatische Kulisse hervorheben können – so kommen Sie der Natur noch näher.

Wählen Sie für Ihr Abenteuer eine der 18 ausgewählten Norwegischen Landschaftsrouten, die in architektonische Wunder verwandelt wurden. Entdecken Sie überraschende Kunst, schöne Spaziergänge, spektakuläre Aussichtspunkte und nicht zuletzt: die schönsten (und teuersten) Toiletten der Welt!

3. Fischerdorf-Idylle mit pulsierendem Stadtleben

Fischerboote, Kunst, Kulinarik und ein hochmodernes Aufnahmestudio!

Erfahren Sie, wie die paar Dutzend Einwohner des schrulligen Fischerdorfs Nyksund ihren gespenstischen, heruntergekommenen Ort am Rande der Nordsee in eines der reizvollsten Reiseziele in Nordnorwegen verwandelten – mit mehreren Restaurants, Galerien und malerischen Hotels!

Nyksund auf den Vesterålen ist nur eines von mehreren kleinen und gemütlichen Fischerdörfern namens Fiskevær, die an der norwegischen Küste liegen. Sie finden sie oft an abgelegenen Orten, umgeben von atemberaubender Natur. Fischer und ihren Familien wohnen hier seit Hunderten von Jahren, die Dörfer haben immer noch eine sehr authentische und heimelige Atmosphäre.

4. Eine Schutzhütte mit Aussicht

Wir alle wollen geschützt sein. Besonders bei rauem Wind und Wetter – keine Seltenheit in Norwegen!

Sie brauchen dann einen warmen und schönen Platz, um es sich wieder gemütlich zu machen. Das norwegische Architekturbüro Biotope verbindet die Faszination für Architektur mit einer tiefen Leidenschaft für die Natur. Zu den daraus entstandenen Projekten gehören einige der weltweit schönsten und preisgekrönten Naturunterkünfte, Vogelbeobachtungs- und Fotoverstecke sowie Schutzhütten in ganz Norwegen, die für jedermann zugänglich sind.

Genießen Sie die Stille, das wechselnde Licht und die Aussicht, zum Beispiel von der Berghütte Øksfjord in Nordnorwegen. Vergessen Sie nicht auf Ihr Fernglas!

5. Zwischen Baumwipfeln spazieren und rollen

Ein guter Ort muss für alle zugänglich sein. Dafür beispielhaft ist der Holzsteg Tretoppveien zwischen den Baumwipfeln in Fyresdal in der Telemark. Gehen – oder rollen – Sie über die zweieinhalb Kilometer lange, rollstuhlgerechte Route zum kreisförmigen Aussichtspunkt im Hamaren Aktivitätspark. Bringen Sie Ihr Mittagessen mit und genießen Sie ein Picknick an einem der Rastplätze mit herrlichem Seeblick.

Probieren Sie auch den malerischen und barrierefreien Stovnertårnet-Turmweg, der Sie zwischen den Baumwipfeln in Stovner im nordöstlichen Teil von Oslo führt.

Der Eintritt ist für beide frei.

6. Ein gemütlicher Rückzugsort

Ein toller Ort ist wie eine herzliche Umarmung – man hat sofort das Gefühl, gleichzeitig drinnen und draußen zu sein.

Seit über tausend Jahren bauen wir Norweger Hütten, die uns vor den kalten Winternächten schützen. Hierher finden wir Gemütlichkeit und Entspannung, versammeln uns vor dem Kamin, lesen Bücher, probieren Familienspiele und verbringen einfach eine schöne Zeit mit unseren Freunden und Liebsten.

Fast alle Hütten sind aus Holz. Neben gemütlichen, traditionellen und altmodischen Blockhütten gibt es auch moderne Chalets mit riesigen Fenstern, die die Natur und das Licht ins Innere scheinen lassen. Einige Hütten sind sogar zwischen den Baumwipfeln versteckt!

Wie sieht Ihre Lieblingshütte aus: modern oder traditionell?

7. Die Hafenpromenade

Verkehr, Schwerindustrie und Lärm: Noch vor wenigen Jahren war der Hafen in Oslo definitiv kein angesagter Ort.

Heute hat sich Oslos Küste zum wunderschönen Oslofjord hin geöffnet. Die ehemaligen Straßen und Industriegebiete haben sich in pulsierende neue Viertel mit Museen, Restaurants, cooler Architektur und vielen Sonnendecks mit schwimmenden Saunen verwandelt.

Barrierefrei und für jedermann zugänglich, gehört die Hafenpromenade zu den weltbesten Spaziergängen am Wasser. Die gesamte Strecke ist neun Kilometer lang. Sie können aber auch einzelne Abschnitte erkunden oder ein Citybike mieten!

8. Wunder aus Holz

Von uralten Wikinger-Langhäusern, ehrwürdigen Stabkirchen und gemütlichen Blockhütten bis hin zu den weißen, traditionellen Holzdörfern Südnorwegens und hochmodernen, nachhaltigen Gebäuden:

Die norwegische Holzarchitektur hat mehr als tausend Jahre alte Wurzeln und erzählt die Geschichte unseres Landes bis in die Gegenwart. Holz war schon immer das Baumaterial der Wahl: lebend und atmend, widerstandsfähig gegen Stürme, Regen und Schnee, bei richtiger Pflege stark und gesund über Generationen hinweg.

Heutzutage heben norwegische Architekten Holzgebäude auf ein neues Niveau – selbst Hochhäuser und moderne Büroräume entstehen aus diesem magischen Material. An diesen Orten fühlen wir uns wohl und wie zu Hause.

9. Historische Bauernhöfe

Authentisch, gemütlich und voller Geschichte.

Viele norwegische Bauernhöfe sind seit mehreren Generationen in Familienbesitz und haben kürzlich ihre Türen für Besucher geöffnet. Einige stammen sogar aus dem Mittelalter. Bei anderen fühlt sich ein Besuch wie eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert an. Viele Orte verknüpfen alte Traditionen mit modernen Elementen und schaffen so eine interessante und dynamische Atmosphäre.

Erleben Sie einen Urlaub mit ländlichem Luxus und ausgezeichneten Speisen vom Bauernhof. Oder genießen Sie gemütliche und rustikale Unterkünfte in kleineren, bewirtschafteten Bauernhöfen. Verbringen Sie mit der ganzen Familie einen naturnahen Urlaub – so können die Kleinen mit den Hoftieren kuscheln und lustige Aktivitäten auf dem Bauernhof ausprobieren.

10. Lebendige Bibliotheken

Brauchen Sie ein E-Bike? Eine Gitarre? Oder einen schönen Ort zum Lernen oder Arbeiten?

Norwegische Bibliotheken sind so viel mehr als die Summe ihrer Bücher in den Regalen. Viele sind Paradebeispiele für bahnbrechende Architektur und zugleich soziale Zentren, in denen lebhafte Debatten und faszinierende Gespräche stattfinden. Sie können sogar ein Ort sein, an dem Sie Gitarre spielen oder etwas reparieren.

Einige unserer Bibliotheken zählen zu den schönsten der Welt! Werfen Sie einen Blick auf die beeindruckende Deichman Bjørvika in Oslo, die zur besten neuen öffentlichen Bibliothek der Welt gekürt wurde! Besuchen Sie auch die Bibliothek in Vennesla und weitere beeindruckende norwegische Bibliotheken.

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