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Thor Hushovd gilt als der größte norwegische Radfahrer aller Zeiten. Zu seinen zahlreichen Erfolgen zählen der Gewinn der UCI Road World Championship und mehrerer Etappen der Tour de France. Hier sind seine Lieblingsstraßen in der norwegischen Natur.

Wie intensiv sehen Sie sich beim Radfahren die Landschaft an?
„Sehr intensiv. Beim Radfahren habe die Möglichkeit, an ganz neue Orte zu kommen. Das mag ich sehr. Ich bin ein neugieriger Mensch und genieße es, mir vorzustellen, was für eine Landschaft mich wohl nach der nächsten Kurve erwartet. Zum Glück bin ich in der Lage, mich ganz auf das Radfahren zu konzentrieren und gleichzeitig die Kulisse zu genießen“, sagt Hushovd und betont auch, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist.

„In Norwegen sind Raststätten manchmal sehr weit voneinander entfernt. Doch das ist durchaus reizvoll und macht den Ausflug umso spannender. Ein Mix aus guter Planung und Ortskenntnis ist der Schlüssel dafür, dass man am Abend eine gute Mahlzeit und einen tiefen Schlaf genießen kann.“

Wie schneiden norwegische Radtouren im Vergleich zu den berühmteren Routen Europas ab?
„Die norwegische Natur ist sehr rau, urwüchsig und unberührt. Das macht das Radfahren hier so attraktiv“, erklärt Hushovd. „Besonders gern bin ich in meiner Heimatregion unterwegs, dem südlichsten Teil Norwegens mit all seinen Inseln, Halbinseln, Felsen, Riffen und anderen Naturwundern. Weiter westlich, in Fjord Norwegen, radelt man an dramatisch tiefen Fjorden entlang, die von mächtigen Bergen und der malerischen Atlantikstraße umgeben sind. In Nordnorwegen empfehle ich die unterschiedlichen Etappen des Arctic Race of Norway, dem nördlichsten Radrennen der Welt.

Wie gastfreundlich sind die Norweger?
„In Norwegen können Sie auf dem Land so ziemlich an jeder Haustür klingeln und um Hilfe bitten – Sie werden sofort zu einer Tasse Kaffee eingeladen“, erzählt Hushovd. Er weist darauf hin, dass die meisten Norweger Radfahrern gegenüber positiv eingestellt sind.

Welchen ultimativen Tipp haben Sie für Radsportfans, die Urlaub in Norwegen machen?
„Radfahren soll vor allem Spaß machen! Mit etwas Planung gibt es in Norwegen viele Gelegenheiten, um einen angenehmen Radurlaub zu verbringen. Schließlich sind die meisten Radfahrer Hobbysportler.“

Nehmen Sie Ihre Familie mit auf die Reise?
„Nun, mein ältestes Kind hat gerade gelernt, ohne Stützräder zu fahren. Deshalb werden wir wohl bald viele Gelegenheiten haben, Radtouren durch Norwegen zu unternehmen.“

Thor Hushovds Top 5 Radrouten

1. Suleskarvegen

Von Sirdal im Südwesten​

„Mein persönlicher Favorit und eine erfrischend andere und landschaftlich reizvolle Fahrt über die Berge Südnorwegens“, sagt Hushovd.

Suleskarvegen ist die höchste Verbindungsstraße im Südwesten und führt Sie von Suleskar in Sirdal nach Brokke in Setesdal und über die Berge nach Dalen in der Telemark, bevor die Route im Dorf Høydalsmo endet.

2. Die Fjordküste

Fjord Norwegen nördlich von Bergen

„Mein zweiter Favorit ist spektakulär wie weltberühmt. Ein aufregender Kontrast aus hoch und tief gelegenen Straßen.“

Die Fjordküste liegt nördlich von Bergen, am westlichsten Ende von Norwegen. Hier können Sie mit Ihrem Fahrrad Inselhüpfen und genießen sowohl verkehrsruhige Straßen wie eine Aussicht auf das Meer. Auf dem Festland empfiehlt sich für kulturinteressierte Radfahrer ein Besuch im Millstone Park in Hyllestad und im Haus des Dichters Jacob Sande in Dale. In Bremanger finden Sie die höchste Bergklippen Europas. Steigen Sie hinauf – Sie werden mit einem atemberaubenden Panoramablick belohnt! Jedes Jahr im Juli findet Skandinaviens größtes Festival für traditionelle Musik und Weltmusik in Førde statt.

3. Die Helgelandküste

Helgeland in Nordnorwegen

„Hier wird es eng auf der Karte von Norwegen und die Routen verlaufen nahe am Meer. Hinter jeder Kurve erscheint die Schönheit der Natur.“

Fahren Sie entlang der wundervollen Küstenstraße Kystriksveien an der Helgelandküste. Sie können Ihr Fahrrad auf Fähren und Schnellbooten zu Inseln wie dem Weltkulturerbe-Archipel Vega mitnehmen. Entlang der Route gibt es einige Highlights, die Sie nicht verpassen sollten, wie den berühmten Mount Torghatten, den Svartisen-Gletscher oder das Petter Dass-Museum. Ein Fahrradpaket ist eine gute Möglichkeit, sie alle zu sehen.

4. Die Lofoten-Inseln

Nordland in Nordnorwegen

„Die exotische Natur und vielfältigen Landschaften dieser Inseln zu erkunden, gehört zu meinen Favoriten.“

Wenn Sie die Lofoten erleben möchten, ist ein heißer Tipp, die Hochsaison im Juli zu vermeiden. Die Norwegische Landschaftsroute Lofoten führt durch das gesamte Archipel und bietet zahlreiche Nebenstraßen, um abseits der üblichen Pfade zu radeln. Die Inseln sind auch bekannt für ihre vielen Fischerdörfer. Dort können Sie eine Fischerhütte für ein bis drei Nächte mieten. Reiseleiter sind verfügbar.

5. Die Atlantikstraße

Der Nordwesten in Fjord Norwegen

„Hier ist man manchmal auf beiden Seiten der Straße vom Meer umgeben.“

Es gibt wohl einen Grund, warum die Atlantikstraße im Nordwesten zur schönsten Radtour Norwegens gekürt wurde. Acht Brücken, die über exotische Inseln, Inselchen und Riffe führen, sind die Verbindung zwischen Averøy und dem Festland. Machen Sie Halt in Hustadvika, einem seichten Küstenabschnitt mit stürmischem Wellengang. Sie können Ihre Radtour sowohl in Kristiansund als auch in Molde beginnen.

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