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Planen Sie Ihren Radurlaub

Begeben Sie sich auf ein Fahrradabenteuer in der norwegischen Natur! Die Fjorde. Die Berge. Die charmanten Küstenstädte. Kilometerlange Schotterstraßen führen durch eine beinahe ungestörte Wildnis. Solche Orte findet man besonders oft in Ostnorwegen.

Aber egal, ob Sie sich für eine der schönsten Straßen in Norwegen oder eine malerische Radtour entscheiden – die Reise muss geplant werden. Und zwar im Detail. Wenn es eine Person gibt, die weiß, wie man das macht, dann ist es Øyvind Wold. Er arbeitet für den Norwegischen Radsportverband und war schon im ganzen Land auf zwei Rädern unterwegs. Darüber hinaus hat er mehrere Bücher über Radfahren in Norwegen geschrieben.

Hier sind seine Tipps und Tricks, wie Sie Ihren Radurlaub planen und was Sie alles mitnehmen sollten.

Spaß für alle

Ob Straßenradsport auf kurvenreichen Straßen entlang der Fjorde oder Mountainbiken in Wäldern und Bergen. Norwegen ist ein wahres Eldorado für Radfahrer. Und zwar für jeden Radfahrer – Sie müssen nicht so fit wie die Stars der Tour de France sein, um einen tollen Radurlaub zu genießen.

„Nein überhaupt nicht! Einige der Nationalen Radrouten in Norwegen sind für alle geeignet, auch für wenig erfahrene Radfahrer. Die Numedalroute und die Küstenroute zwischen Horten und Tønsberg zum Beispiel“, sagt Øyvind.

Die beliebten Radwege sind für uns alle gedacht.

„Wenn Sie eine einfache Strecke radeln möchten, fahren Sie auf dem Rallarvegen ,in die falsche Richtung‘. Nehmen Sie den Zug nach Finse und folgen Sie der Straße Richtung Osten nach Haugastøl. Es sind etwa 30 Kilometer mit hauptsächlich flachem Gelände und sanften Hügeln.“

Viele Fahrradverleihe beliebter Reiseziele in Norwegen bieten auch E-Bikes an, wodurch die malerischen Radtouren noch leichter für jeden erlebbar sind. Denken Sie nur daran, im Voraus zu reservieren.

Finden Sie Ihr perfektes Basislager

„Wenn Sie nicht viel Erfahrung haben und sich hinsichtlich der Entfernung und der benötigten Ausrüstung nicht sicher sind, ist es eine gute Idee, eine Basis-Unterkunft zu buchen und Ihre Radtouren von dort aus zu planen. Dies könnte ein Hotel oder eine Hütte sein.“

Øyvind sagt, dass dies eine clevere Lösung ist, da Sie nicht für jeden Ausflug so viel Zeug mitnehmen müssen. Es ist auch eine ausgezeichnete Möglichkeit, als Gruppe zu reisen.

„Wenn Sie ein Basislager haben, kann sich die Gruppe aufteilen. Die einen können einen langen Ausflug unternehmen und die anderen eine einfachere Route wählen. Später am Tag können sich alle wieder treffen.“

Wenn Sie ein oder zwei Nächte in der Natur verbringen möchten, können Sie ja immer noch ein Zelt oder eine Hängematte mitbringen. Fahren Sie mit dem Fahrrad zu einem Campingplatz und verbringen Sie die Nacht dort. Am nächsten Tag kehren Sie zum Basislager zurück.

Ein Abenteuer für die ganze Familie

Radtouren mit Kindern sind etwas Wunderbares. Und mit ein bisschen Planung wird die ganze Familienbande eine tolle Zeit haben.

„Wählen Sie nach Möglichkeit ein Gebiet, das Sie kennen. Auf diese Weise wissen Sie, wo Sie die bezaubernden Straßen, die besten Strände und die besten Campingplätze finden“, sagt Øyvind.

Das macht es auch einfacher, Orte zu finden, die Ihren Kindern gefallen, etwa Bauernhöfe, Seen zum Angeln oder Gaststätten, wo leckeres Essen aufgetischt wird. Verschiedene familienfreundliche Naturerlebnisse wie Paddeln, Gletscherwanderungen, Klettersteige und vieles mehr können die Reise aufpeppen.

Beziehen Sie die Kinder auch in die Reiseplanung ein.

„Wenn Sie ihnen vor der Abfahrt von der Reise erzählen, sind sie involviert und können abschätzen, was sie erwartet."

Zu guter Letzt: Haben Sie einen Plan B parat. Auch wenn die Erwachsenen die Grundlagen der Fahrradreparatur kennen müssen, ist es gut, für den Fall vorbereitet zu sein, dass etwas nicht repariert werden kann oder dass das Wetter nicht mitspielt.

Eine weitere Möglichkeit sind Mini-Abenteuer.

„Man lässt sich leicht von all den exotischen Reisezielen verführen, dabei es könnte es genauso aufregend sein, einfach zum nächsten See oder Wald zu radeln.“

Mehrtätige Fahrradtouren

Auf einer Radtour kann man sehr viel von Norwegen sehen. Radrouten reichen von den spektakulären Landschaften in Nordnorwegen bis nach Fjord Norwegen, wo sich die beliebtesten Bergstrecken befinden, wie etwa die Tour de Dovre und Mjølkevegen. Wohin nur bei so vielen Möglichkeiten? Und wie viel geht sich an einem Tag aus?

„Das Wichtigste bei der Planung einer mehrtätigen Radtour ist, sich selbst und Ihr Fahrrad zu kennen. Auf diese Weise haben Sie sicher die passende Ausrüstung und es ist einfacher, einzuschätzen, wie viel Sie Ihren Beinen zumuten können.“

Es ist auch eine gute Idee, sich die Route und die Steigungen der Wege genauer anzusehen, da dies sowohl die Geschwindigkeit als auch die Entfernung beeinflusst. Das alles ist maßgebend dafür, wie lange Sie jeden Tag Fahrrad fahren möchten.

Laut Øyvind sollten Personen, die regelmäßig Sport treiben, aber nicht an das Radfahren gewöhnt sind, sich nicht mehr als 30 bis 45 Kilometer pro Tag vornehmen. Menschen, die ziemlich fit sind, können an einem Tag eine Strecke von etwa 70 bis 90 Kilometern zurücklegen.

„Das ist aber nur eine grobe Orientierung. Wie lange Sie jeden Tag radeln können, hängt auch von der Oberfläche, der Häufigkeit der Hügel (und wie steil sie sind), dem Wind und Ihrem mitgebrachten Gepäck ab.“

Google Maps kann als Reiseplaner nützlich sein, da es Ihnen Routenvorschläge, Entfernungen, Höhenmeter und die ungefähre Dauer der Fahrt anzeigt.

Was mitnehmen? So packen Sie für eine Radtour

Neben den offensichtlichsten Dingen wie Toilettenartikeln und der notwendigen Fahrradausrüstung gibt es laut Øyvind noch ein paar Dinge, die Sie immer auf eine Radtour mitnehmen sollten.

„Wenn wir von einem Familienausflug ausgehen, ist es die oberste Priorität, genügend Essen und Trinken mitzunehmen. Hochwertige Regenbekleidung ist auch gut dabei zu haben, da Nässe und Kälte einem sonst die Laune verderben können.“

Weitere Dinge, die Sie auf Ihrer Radtour mitnehmen sollten:

  • eine altmodische Landkarte (bei der die Batterie nicht ausgeht)
  • Sonnencreme
  • Pflaster, Blasenpflaster, Insektenschutzmittel
  • Power Bank
  • Klopapier
  • Kaffee (wer gerne Kaffee trinkt)
  • Helm
  • Fahrradhandschuhe (schützt Ihre Handflächen, falls Sie stürzen)
  • Fahrradbrille (schützt Ihre Augen vor Straßenstaub, Wind, Insekten und bis zu einem gewissen Grad Regen)
  • dünne Wollkleidung (kann länger als einen Tag getragen werden, bevor sie zu riechen beginnt)
  • leichte Sportbekleidung
  • kompaktes, leichtes Zelt und Isomatte
  • Campingkocher und Besteck

Eine Ausrüstung für grundlegende Fahrradreparaturen ist auch ein Muss auf einer längeren Tour, etwa ein Patch-Kit und ein Ersatzschlauch. Aber das ist nicht alles.

„Nehmen Sie ein aufblasbares Kissen mit. Es kann Wunder auf die Schlafqualität bewirken und das ist auf solchen Reisen sehr wichtig.“

Die Liste der Notwendigkeiten für die Radtour ist tatsächlich lang … Wie nimmt man das bloß alles mit – ohne Auto?

„Sie können Gepäckstaschen in Kombination mit einem Fahrrad-Anhänger verwenden. Vermeiden Sie es, alles in einen Rucksack zu packen.“

Aber nicht jeder Pack-Tipp ist für jeden. Laut Øyvind packen die wenigsten für ihre mehrtägige Radtour gleich beim ersten Mal richtig. „Versuchen und scheitern. Auf diese Weise finden Sie heraus, was für Sie funktioniert hat und was Sie nicht gebraucht hätten – und lernen etwas für die nächste Reise. Das ist schon der halbe Spaß Ihrer Expedition.“

Wetter und Klima

Beachten Sie bei Ihrer Reiseplanung, dass das Klima und die Temperaturen in den verschiedenen Teilen Norwegens sehr unterschiedlich sind.

In Südnorwegen, Ostnorwegen und Fjord Norwegen kommt der Frühling normalerweise irgendwann im April oder Anfang Mai, und die Radsportsaison erstreckt sich bis in den Oktober hinein. Die Temperaturen variieren von heiß (25–30 Grad Celsius) bis ziemlich kalt (10–15 Grad Celsius).

Oberhalb des Polarkreises in Nordnorwegen erleben Sie vielleicht erst Ende Mai oder Anfang Juni einen echten Frühling, aber bis dahin haben die langen und hellen Sommertage bereits begonnen. Hier können Sie bis Ende Juli unter der Mitternachtssonne Radfahren. Die Saison endet im September oder Oktober.

Beachten Sie, dass sowohl Nordnorwegen als auch Bergregionen kälter sind als der Rest des Landes. Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend warme Kleidung dabeihaben.

Außerdem müssen Sie bei einem Radurlaub in Norwegen immer auf Regentage vorbereitet sein.

Lesen Sie mehr über Jahreszeiten und Klima in Norwegen.

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