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Dovre Dovre
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Dovre.
Photo: CH/Visitnorway.com
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Norwegens natürliche Museen – offen für Besucher

Etwas zu benutzen, ist nicht dasselbe, wie etwas zu verbrauchen. So lautet ein Satz des berühmten norwegischen Philosophen Arne Næss. Die Nationalparks Norwegens sind das perfekte Beispiel hierfür.

„Miljøvern“ ist ein norwegischer Begriff, der in der 1960ern einen neuen Trend benannte. Er bedeutet „Naturschutz“. Philosophen wie Arne Næss sowie NGOs wie Framtiden i våre hender (Die Zukunft in unseren Händen) und Norges naturvernforbund (Friends of the Earth Norwegen) übten in den darauf folgenden Jahrzehnten immer mehr Einfluss auf die politische Landschaft aus.

Die Gründung von Nationalparks stand bei den Umweltschützern von der ersten Stunde an im Mittelpunkt. Einen ersten Sieg errangen die grünen Aktivisten 1962, als Rondane zum ersten Nationalpark Norwegens wurde. Neben dem Schutz seltener Pflanzen und Tiere ging es auch darum, die Parks zum Zwecke der Erholung zu öffnen und die Landschaft für zukünftige Generationen zu pflegen.

Heute gibt es 44 Nationalparks in Norwegen, sieben davon auf der Inselgruppe Spitzbergen. Und wie von Anfang an geplant, sind diese einzigartigen Naturflächen für Besucher geöffnet. Viele von ihnen – z. B. Rondane, Jotunheimen und Hardangervidda – bieten sogar zahlreiche Outdoor-Aktivitäten mit einem Netz aus markierten Wegen sowie Unterkünfte in Hütten mit und ohne Service.

In einigen besonders gefährdeten Bereichen werden allerdings nur eine geringe Anzahl an Wanderwegen und Unterkünften geboten, um die Auswirkungen des Tourismus auf die Natur zu begrenzen. Knapp 85 Prozent der norwegischen Nationalparks sind Berge – von sanft geschwungenen Hochebenen bis zu steilen Gipfeln, Schluchten und Gletschern.

Rondane
Rondane
CH / Visitnorway.com
Musks at Dovre mountains
Dovre
Asgeir Helgestad/Artic Light AS/visitnorway.com
Guided gacier hike with Folgefonni Glacier Team
Folgefonna
Reisemål Hardanger Fjord/Désiré Weststrate
Finsehytta
Finse
Anders Gjengedal - Visitnorway.com

Sehen Sie sich dieses Zeitraffer-Video aus dem Rondane Nationalpark an

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Ausgewählte Nationalparks

Hinterlassen Sie‘s so, wie Sie‘s vorgefunden haben

Nehmen Sie nur Ihre Erinnerungen mit

Wir Norweger sind davon überzeugt, dass jeder für den Schutz unserer Natur verantwortlich ist. Die freie Natur und das Leben draußen zu genießen, ist unser Volkssport. Dies spiegelt sich in unserer Einstellung zum Schutz und zur Nutzung der Natur wider.

Ob Wandern in den Bergen oder Radfahren auf einer idyllischen Waldstraße – wir Norweger versuchen immer, die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten. Hinterlassen Sie die Landschaft so, wie Sie sie gerne vorfinden würden – das ist das Mantra, ganz gleich, ob Sie in der freien Natur oder einem kleinen Fischerdorf unterwegs sind.

Lebensqualität, darum geht es – nicht nur jetzt, sondern auch in der Zukunft. Zu erkennen, dass alle anderen genauso wichtig sind wie wir selbst, und Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Gedanken in allen Lebensbereichen umzusetzen. Nicht einfach, und auch nicht schnell zu verwirklichen. Und doch unglaublich lohnenswert!

Jedermannsrecht

Nutzen Sie die freie Natur – kostenlos

Solange Sie einige einfachen Regeln befolgen, können Sie fast überall wandern, radfahren oder campen. Die Erholung im Freien ist ein wesentlicher Bestandteil norwegischer Identität und ist sogar im Gesetz verankert.

Das Jedermannsrecht („allemannsretten“) ist ein traditionelles Recht aus uralten Zeiten. Seit 1957 ist es Teil des norwegischen Gesetzes über das Leben im Freien. Es sorgt dafür, dass jeder die Natur erleben und genießen kann. Dies gilt auch für größere Ländereien, die im Privateigentum stehen.

Die wichtigsten Regeln sind einfach: Seien Sie rücksichtsvoll und umsichtig. Fügen Sie der Natur und der Umgebung keinen Schaden zu. Hinterlassen Sie die Landschaft so, wie Sie sie gerne vorfinden würden.

Das Jedermannsrecht gilt für die offene Landschaft, auch „nicht eingezäuntes Land“ genannt. Das heißt, Land, das nicht bewirtschaftet wird. In Norwegen umfasst dieser Begriff die meisten Ufer- und Küstenbereiche, Moorland, Wälder und Berge. Kleine Inseln mit unbewirtschaftetem Land inmitten von bewirtschaftetem Land gelten nicht als offene Natur.

Bewandert in allen Aspekten

Neun einfache Faustregeln für sicheres Heimkehren:

Norwegen ist ein einzigartiges Trekking-Eldorado mit unberührten Landschaften, Bergen, Tälern und Fjorden. Bevor Sie sich ins Abenteuer stürzen, werfen Sie einen Blick auf diese Tipps:

  1. Informieren Sie andere über Ihre Wanderroute.
  2. Passen Sie die geplante Route Ihrer Kondition an.
  3. Achten Sie auf Wetterprognose und Lawinenwarnungen.
  4. Stellen Sie sich auch bei Kurztouren auf Schlechtwetter und Frost ein.
  5. Bringen Sie Ausrüstung, um sich selbst und anderen zu helfen.
  6. Wählen Sie sichere Routen. Erkennen Sie Lawinengebiete und unsicheres Eis.
  7. Nutzen Sie Karte und Kompass. Kennen Sie immer Ihre Position.
  8. Drehen Sie im Zweifelsfall rechtzeitig um – das ist keine Schande.
  9. Teilen Sie sich die Kräfte ein. Suchen Sie bei Bedarf eine Unterkunft.

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