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Jotunheimen Jotunheimen
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Jotunheimen.
Photo: Terje Rakke/Nordic Life AS - Visitnorway.com
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Bewandert in allen Aspekten

Auch diejenigen, die Norwegens Berge bereits ihr Leben lang kennen, haben vor diesen einen gesunden Respekt und achten immer darauf, gut vorbereitet und ausgerüstet zu sein.

Die Gipfel, Täler und Hochebenen bieten wundervolle Erlebnisse, doch die Schönheit und Ruhe kann schnell in gefährliche Situationen umschlagen. Stellen Sie deshalb sicher, dass Ihre Fähigkeiten, Ihre Kenntnisse über die Region und Ihre Ausrüstung gleich gut für einen Trip in die Bergwelt geeignet sind.

Deshalb sollten Sie beispielsweise immer jemandem mitteilen, wohin Sie gehen wollen und wann Sie voraussichtlich zurückkehren werden. Beachten Sie stets die Wettermeldungen – nicht nur für den Bereich, in dem Sie sich aufhalten, sondern auch für die nähere Umgebung. Und denken Sie immer daran, dass sich die Bedingungen rasch verschlechtern können. Manchmal ist es besser umzukehren oder die nächste Hütte aufzusuchen.

Wenn Sie sich in einer fremden Gegend aufhalten, sollten Sie eine Karte, einen Kompass und ein Handy dabei haben. In den Bergen gibt es zwar viele Bereiche ohne Mobilfunkabdeckung, aber vielleicht haben Sie Glück und im Notfall ausreichend Empfang.
 

Folgen Sie den auf der Karte markierten Pfaden und beachten Sie die Zeichen und Informationstafeln entlang des Weges. Falls Sie sich einmal verirrt haben sollten, halten Sie Ausschau nach den typischen Steinhügeln, welche sich für gewöhnlich neben den Wanderwegen und Pfaden befinden. Entdecken Sie einen solchen Hügel, und befindet sich ein weiterer in Sichtweite, werden Ihnen diese selbst bei schlechten Sichtverhältnissen den Weg weisen.

Nehmen Sie Taschenlampe, Mütze, Handschuhe und extrawarme Kleidung mit auf längere Wanderungen. Packen Sie auch eine Sicherheitsweste ein. Diese benötigt nur wenig Platz, kann aber Leben retten, da Sie so einfacher gefunden werden können.

Notrufnummern:

  • 110 – Feuer
  • 112 – Polizei
  • 113 – Rettungswagen
  • 120 – Seenotrettung
  • 22 59 13 00 – Giftnotfallzentrale
  • 1412 TDD (Texttelefon für Gehörlose und Hörgeschädigte)

Im tiefsten Winter

Viele der im Sommer geltenden Sicherheitsmaßnahmen sind auch im Winter angebracht, jedoch in einem noch größeren Ausmaß. Bei Kälte ist es umso wichtiger, mehrere Schichten warmer Kleidung zu tragen, nicht nass zu werden und winddichte Oberbekleidung zu nutzen.

Bleiben Sie warm und trocken – und trinken Sie ausreichend

Unterkühlung ist etwas, das Sie besonders in der Winterzeit vermeiden sollten. Trockenbleiben hilft dabei ebenso wie ausreichend warme Kleidung. Wenn Sie einen Unfall hatten und die Nacht im Freien verbringen müssen, sollten Sie Ihre Kräfte sparen, damit Sie eine Höhle in den Schnee graben, oder eine windgeschützte Schneehütte bauen können.

Wenn Sie sich hinlegen müssen, sollten Sie immer auf eine ausreichende Isolierung zwischen Ihrem Körper und dem Boden oder Schnee achten. Skier sind hierfür sehr gut geeignet, auch wenn sie nicht besonders bequem sind. Ein großer Rucksack kann notfalls als provisorischer Schlafsack dienen, und mit einem kleinen Rucksack können Sie zumindest Ihre Füße warm und trocken halten.

Durst können Sie bedenkenlos löschen, indem Sie Schnee essen. Sie sollten lediglich darauf achten, dass dieser sauber und unberührt ist. Zwar wird er Sie ein wenig abkühlen, aber Dehydrierung wird meist eine größere Sorge als Unterkühlung sein.

Schützen Sie Ihre Augen

Auch im Winter sollten Sie immer darauf achten, eine Sonnenbrille dabei zu haben. Die Blendung durch den Schnee kann intensiv sein und in extremen Fällen sogar zu Schneeblindheit führen.

Hilfssignale

Wenn Sie sich in einer Notsituation befinden, bleiben Sie, wo Sie sind und warten auf Hilfe. Stecken Sie Ihre Skier senkrecht in den Schnee, wird es für andere einfacher sein, Sie zu finden.

Lawinen vermeiden

Vermeiden Sie das Gehen auf Schneeüberhängen und in anderen lawinengefährdeten Bereichen – besonders dann, wenn Sie um sich herum Spuren von Lawinen ausmachen können. Werfen Sie vorher immer einen Blick auf die Lawinen-Vorhersage. Es ist unmöglich, einer Lawine zu Fuß oder auf Skiern zu entkommen. Das Beste ist deshalb, sie ganz zu vermeiden.

Der Berg-Kodex

Diese einfachen Faustregeln dienen Ihrer Sicherheit:

  1. Informieren Sie andere über Ihre Wanderroute.
  2. Passen Sie die geplante Route Ihrer Kondition an.
  3. Achten Sie auf Wetterprognose und Lawinenwarnungen.
  4. Stellen Sie sich auch bei Kurztouren auf Schlechtwetter und Frost ein.
  5. Bringen Sie Ausrüstung, um sich selbst und anderen zu helfen.
  6. Wählen Sie sichere Routen. Erkennen Sie Lawinengebiete und unsicheres Eis.
  7. Nutzen Sie Karte und Kompass. Kennen Sie immer Ihre Position.
  8. Drehen Sie im Zweifelsfall rechtzeitig um – das ist keine Schande.
  9. Teilen Sie sich die Kräfte ein. Suchen Sie bei Bedarf eine Unterkunft.

Im Hochsommer

Selbst im Sommer, wenn die Sonne scheint und es schön warm ist, sollten Sie darauf achten, welche Kleidung Sie am Körper tragen und im Rucksack dabei haben. Achten Sie darauf, sich vor der Sonne zu schützen, und seien Sie darauf vorbereitet, wenn das Wetter sich verschlechtert.
 

Ziehen Sie sich warm an

Auch an warmen Sommertagen ist eine winddichte Jacke ebenso wie Unterbekleidung aus Wolle ein absolutes Muss, denn der Wind in den Bergen kann sehr kalt sein. Wolle wird Sie selbst dann warm halten, wenn es regnet oder feucht ist – eine Eigenschaft, mit der Baumwolle oder Nylon nicht aufwarten können. Ziehen Sie sich mehrere Bekleidungsschichten an, um auf Temperaturschwankungen schnell und einfach reagieren zu können. 

Trinken Sie regelmäßig

Sparen Sie Ihre Kraft, wenn Sie sich in einer Notlage befinden – aber denken Sie daran, regelmäßig zu essen und zu trinken. Sonne, Wind und anstrengende körperliche Aktivitäten können dazu führen, dass Sie dehydrieren, auch wenn Sie nicht das Gefühl haben, durstig zu sein. Das fließende Wasser in den Bergen von Norwegen ist meist sauber genug, um es zu trinken. Vermeiden Sie jedoch Wasser, das durch Wiesen oder von Gletschern fließt, da dies schädliche Mikroorganismen enthalten kann.

Halten Sie Abstand zu wilden Tieren

Denken Sie daran, dass von manchen Tieren Gefahren ausgehen können, wenn man Ihnen zu nahe kommt. Machen Sie deshalb lieber einen großen Bogen um sie. Eisbären, Moschusochsen, Bären und Elche sind allesamt schneller als Sie und können gefährlich werden, wenn sie Angst haben, sich freuen oder ihren Nachwuchs verteidigen.

Bewegen Sie sich bergab, um Hilfe zu holen

Wenn Sie sich auf den Weg machen, um Hilfe zu holen, sollten Sie immer bergab gehen und versuchen, Bächen oder Flüssen zu folgen. Meist werden Sie auf diese Weise auf bewohntes Gebiet treffen.

Auf Gletschern

Wagen Sie es niemals, alleine auf einen Gletscher zu steigen. Wenn Sie eine solche Wanderung unternehmen möchten, sollten Sie sich in jedem Fall von einem zertifizierten Führer begleiten lassen.

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