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Lofoten Lofoten
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Lofoten.
Photo: Kjell Ove Storvik/Lofotr Vikingmuseum
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Die Wikinger: wilde Krieger und begnadete Dichter

Poesie, Schnitzkunst und Geschichtenerzählen sind nicht unbedingt Dinge, die wir spontan mit den Wikingern verbinden. Stattdessen schieben sich bunte Szenen wie diese vor unser  geistiges Auge: Hörnerhelme, Berserker, Langboote, Walhalla, einäugige Gottheiten sowie plündernde Kämpfer, die mit dem Schwert in der Hand sterben und aus Totenköpfen saufen.

Ja, die Wikinger waren Piraten, die auszogen, um zu rauben, zu morden und an Europas Küsten Angst und Schrecken zu verbreiten. Und doch ist ihr Ruf nicht immer fair: Sie waren nicht nur skrupellose Krieger, sondern auch geschickte Handelsleute, Verwalter und Kunsthandwerker. Einige ihrer wunderschönen Schmuckstücke und Kunstobjekte aus Metall und Holz haben bis heute überlebt.

Darüber hinaus gehörten sie zu den besten Geschichtenerzählern Europas. Die nordischen Sagen faszinieren bis zum heutigen Tag ein breites Publikum. Übrigens – nur das mit den Hörnerhelmen, das stimmt nicht: Kein Wikinger, der auch nur das Geringste auf sich hielt, hätte wie eine Kuh aussehen wollen.

The Vikings were not only raiders and warriors, but also skilled navigators, craftsmen, traders and storytellers
Wiking
Terje Rakke/Nordic life - Visitnorway.com
For a real Viking experience head to the Lofotr Viking Museum in Borg in Northern Norway
Lofoten
Kjell Ove Storvik/Lofotr Vikingmuseum
You can safely go berserk at the Viking festival at Borg in Norway's Lofoten Islands
Lofoten
Hae/Lofotr Vikingmuseum
Lofotr Viking Museum in Lofoten has the world's largest reconstructed Viking longhouse
Borg, Lofoten
Kjell Ove Storvik

Leben wie die Wikinger

Wir wissen sehr viel darüber, wie das Leben der Wikinger vor eintausend Jahren ausgesehen hat. Einen kleinen Teil davon können Sie auf den Lofoten-Inseln erleben. Hier, im Lofotr Wikingermuseum, wurde ein traditionelles Langhaus nachgebaut. Außerdem organisiert das Museum Wikingerfeste und Veranstaltungen, auf denen Sie eine Kostprobe davon erhalten, wie die rauen Nordmänner damals gelebt haben. In Oslo können Sie sogar das echte Langhaus bewundern.

Enjoy a Viking feast at Lofotr Viking Museum in the Lofoten Islands in Northern Norway
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Enjoy a Viking feast at Lofotr Viking Museum in the Lofoten Islands in Northern Norway.
Photo: CH - Visitnorway.com

Lofotr Viking Museum

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Enjoy a Viking feast at Lofotr Viking Museum in the Lofoten Islands in Northern Norway.
Photo: CH - Visitnorway.com

Mut zeigen in der Schlacht – das war wichtig

Wie gelang es diesem kleinen, in alle Himmelsrichtungen verstreuten Volk nur, so viel Land zu erobern? Die norwegischen Wikinger waren mutig und schlau. Aufgrund ihrer fatalistischen Lebenseinstellung scheuten sie vor Risiken nicht zurück.

Verluste – ob in der Schlacht oder auf gefährlichen Seefahrten – wurden einfach abgeschüttelt. Darin waren die Wikinger erstaunlich gut.

Viele der plündernden Nordmänner ließen im Kampf auf dem europäischen Festland ihr Leben. Im Jahr 876 verloren die Wikinger in einem gewaltigen Sturm an der Südküste Englands gleich 4000 Männer und 120 Schiffe. Auch wurde zwischen den dänischen und norwegischen Wikingerbanden gekämpft, vor allem in Irland. Hier waren die Verluste im Verhältnis zur Bevölkerung der Wikinger äußerst hoch. Doch all das tat der Unersättlichkeit der rauen Kriegsmänner keinen Abbruch – sie zogen weiter aus, um die Welt zu erobern und zu erforschen.

Wahrscheinlich ist der legendäre Mut der Wikinger auch auf ihren schwarzen Humor zurückzuführen, der in ihren Sagen immer wieder durchblickt. Ihre Fähigkeit, dem Tod und der Gefahr einfach ins Gesicht zu lachen, erklärt vielleicht ihren trotzigen Widerstand im Kampf und auf bahnbrechenden Seefahrten in ferne Länder. Zu den markantesten Merkmalen altnordischer Gedichte, Legenden und Sagen gehört ein makabrer Galgenhumor. Wenn jemand in einer Wikingersage einen Scherz macht, ist dies meistens ein schlechtes Zeichen – und die Geschichten der Wikinger enthalten oft mehr Humor, als man annehmen könnte.

Lebendige Geschichten: Das Leben der Wikinger in Norwegen

Die besten Wikinger-Erfahrungen Norwegens

Marion Fjelde Larsen, Kuratorin des Lofotr Wikingermuseums, hat vier Orte in Norwegen ausgewählt, die Ihnen ein authentisches Wikinger-Feeling bescheren.

Erfahrene Seefahrer und Matrosen

Da sich die heimatlichen Fjorde der Wikinger bis weit ins Herz Norwegens ausdehnten, waren die Wikinger in Sachen Schifffahrt echte Experten. Ihre hölzernen Langschiffe waren schmal und leicht. Der flachkielige Rumpf sorgte für hohe Geschwindigkeiten und einfaches Navigieren durch flache Gewässer. Die Boote waren so leicht, dass man sie auch tragen konnte, und waren so konstruiert, dass man in beide Richtungen segeln konnte, ohne das Schiff wenden zu müssen. In einer See voller verborgener Gefahren wie Eisberge und Treibeis war dies ein entscheidender Vorteil.

Die Ruder der Langschiffe waren fast so lang wie das ganze Boot. Neuere Versionen vereinten die Ruder- mit der Segelkraft. Waren die Bedingungen günstig, konnte ein mit Segel fahrendes Langschiff eine Geschwindigkeit von 15 Knoten erreichen.

Dies ermöglichte den Wikingern Entdeckungs- und Handelsreisen sowie sporadische Überfälle auf Küstenstädte und -siedlungen in ganz Europa. Die Seefahrten begannen Ende des achten Jahrhunderts und erstreckten sich von Grönland im Westen bis zum Kaspischen Meer im Osten. Am Anfang waren es nur wenige Männer, die in See stachen. Doch die Flotten wuchsen allmählich an, bis schließlich Hunderte von Langschiffen nach England, Schottland, Frankreich und Irland segelten.

The Viking Ship Museum, Gokstadskipet
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The Viking Ship Museum, Gokstadskipet.
Photo: Johan Berge - Visitnorway.com

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The Viking Ship Museum, Gokstadskipet.
Photo: Johan Berge - Visitnorway.com

Die Städte und Kolonien der Wikinger

Die Wikinger waren Gründer zahlreicher Städte und Kolonien, einschließlich Dublin und der Normandie. Dublin diente mehr als drei Jahrzehnte als wichtige Siedlung. Zwischen 879 und 920 kolonisierten die Wikinger Island, das wiederum als Sprungbrett für die Kolonisation Grönlands diente. Sogar bis nach Nordamerika verschlug es die plündernden Krieger. Und in Neufundland wurden die Überbleibsel einer Wikinger-Siedlung in L‘Anse aux Meadows mithilfe der Radiokarbonmethode auf die Zeit um das Jahr 1000 datiert.

In den 1100er-Jahren war das Volk der Wikinger durch Unruhen in den eigenen Reihen geschwächt. Zur selben Zeit gewannen viele andere europäischen Länder an Stärke und waren daher nicht mehr so leicht zu besiegen.

Das Zeitalter der Wikinger endete mit dem Tod von Harald Hardråde, dem die versuchte Eroberung Englands im Jahr 1066 zum Verhängnis wurde: In der Schlacht bei Stamford Bridge wurde er besiegt und bezahlte mit seinem Leben.

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