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Langahorgi, Voss Langahorgi, Voss
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Langahorgi, Voss.
Photo: Tadas Dziautas / visitnorway.com
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Die norwegische Lebensart

Gleichheit, Freiheit ... und Waffeln. Die Speisen, die Traditionen und die Lebensweise hier am Rand von Europa können bisweilen etwas seltsam erscheinen. Damit Sie klarer sehen, haben wir hier einige wichtige Dinge für Sie zusammengefasst.

A-Z der Tipps und Fakten

Allemannsretten

Sich in der nicht eingezäunten, norwegischen Landschaft aufzuhalten, ist nicht nur legal, sondern wird aktiv gefördert, "... als Freizeitbeschäftigung, die gesund und umweltverträglich ist, und ein Gefühl des Wohlbefindens vermittelt". Hätten Sie gedacht, dass das ein Zitat aus einem rechtlichen Dokument ist? Genauer gesagt aus dem Jedermannsrecht (oder auch "Allemannsretten"), das bereits seit dem Jahr 1957 besteht. Erfahren Sie mehr über das Jedermannsrecht.

 

Basehopping

Das norwegische Wort für "Base Jumping". Zugegeben, die meisten Berge in Norwegen sind nicht besonders hoch. Dafür sind sie oftmals dramatisch – mit ihren schneebedeckten Gipfeln, und den vertikalen und bis zu 1000 Meter hohen Felswänden. Mit anderen Worten: In Norwegen befinden sich einige der weltbesten Plätze für Extremsportarten, wie etwa für das Base Jumping. Sie wollen einen Beweis? Dann schauen Sie sich dieses 360-Grad-Video eines Wingsuit-Sprungs an.

 

Cocktail

Die Kreation neuer und innovativer Cocktails erlebt in Norwegen einen enormen Aufschwung – mit der Folge, dass sogar im japanischen Tokio bereits eine norwegische Cocktailbar eröffnet wurde. Die meisten Norweger trinken allerdings am liebsten Bier, wenn sie abends ausgehen. In den letzten Jahren wurden überall im Land zahlreiche Kleinstbrauereien eröffnet, das Angebot an verschiedenen Marken und Biersorten ist deshalb riesig.  

Dugnad

Wenn in Norwegen etwas erledigt werden muss, wird es nicht selten durch ein "Dugnad" gelöst. Dieses Wort umschreibt den Akt des Versammelns und der Freiwilligenarbeit zum Wohle der Gemeinschaft oder einer einzelnen Person, und wird meist im örtlichen Zusammenhang geplant und durchgeführt.

 

Energi

Energie ist Norwegens wichtigste Einnahmequelle. Die großen Ölreserven in den Seegebieten vor der norwegischen Küste wurden erst Ende der 1960er Jahre entdeckt. Unsere Politiker haben dafür gesorgt, dass die Einnahmen aus der Ölförderung sinnvoll angelegt werden. Das Ergebnis sind Sozialleistungen und ein Gesundheitssystem von Weltklasse, sowie feste Mindestlöhne und angemessene Arbeitszeiten. Auch dadurch haben wir uns einen dauerhaft hohen Rang in der Liste jener Länder mit der höchsten Lebensqualität weltweit gesichert.

 

Fårikål

Gefragt nach der Quintessenz aller norwegischen Gerichte würden sich viele wahrscheinlich für "Fårikål" entscheiden, was wörtlich "Schaf in Kohl" bedeutet. Jedes Jahr im Herbst wird in zahlreichen norwegischen Haushalten Hammel oder Lamm mit Kohl und ganzen Pfefferkörnern gekocht, und anschließend mit Kartoffeln serviert.

Geitost

In Norwegen fällt fast alles, was sich aufs Brot legen lässt, unter den Sammelbegriff “Pålegg”. Besonders beliebt und am engsten mit der norwegischen Identität verbunden ist der Geitost, ein brauner Molkekäse, der aus Ziegenmilch hergestellt wird und leicht nach Karamell schmeckt. Unbedingt probieren!

 

Hjerteformede vafler

Bedeutet "herzförmige Waffeln". Wenn wir Norweger unsere Großmütter besuchen, erwarten wir Waffeln. Die süßen, auf Eisen gebacken Waffeln sind zweifellos eine Institution. Sie bringen die Menschen nach dem Kirchgang oder auf Flohmärkten zusammen, und werden gerne bei Nachbarschaftsbesuchen gereicht. Norwegische Waffeln sind immer weich und wie ein Herz geformt. Quadratische Waffeln sind verpönt.
 

Ideologi

Bedeutet "Ideologie". Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Sozialdemokratische Arbeiterpartei eine Schlüsselrolle im Wiederaufbau von Norwegen ein, und die Arbeitnehmerrechte erhielten eine deutlich höhere Priorität. Heute arbeiten die Norweger insgesamt weniger Stunden als damals, und sowohl Männer als auch Frauen nehmen gleichberechtigt am Arbeitsleben teil. Die flachen Hierarchien, in der Chefs mit ihren Mitarbeitern zu Mittag essen, oder prominente Politiker, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, sind für die meisten Menschen in Norwegen eine Quelle ihres Stolzes.

Janteloven

“Du musst nicht denken, dass du besser bist als wir". Dies ist eine der Aussagen im "Gesetz von Jante", das im Jahr 1933 durch den norwegischen Verfasser Aksel Sandemose niedergeschrieben wurde und als Verhaltenskodex sozialer Spielregeln im skandinavischen Kulturraum verstanden wurde – und wird. Da aber ein wesentlicher Bestandteil die Unterdrückung von Individualität und persönlicher Entfaltung ist, wird es heute von vielen Menschen nicht mehr beachtet. 

 

Kos

Bedeutet so viel wie Kuscheln / Schmusen / Gemütlichkeit und ist ein wesentliches Wort, wenn sie den Versuch unternehmen wollen, die norwegische Mentalität zu verstehen. Das oft raue Wetter hat zur Folge, dass wir Norweger gern alles daran setzen, daheim zu bleiben, die Wärme des Kamins zu genießen, und sich bei frischem Gebäck und Kerzenschein unter eine warme Decke zu kuscheln.

 

Lavvo

Was das Tipi für die nordamerikanischen Ureinwohner war, ist das Lavvo für die Sami. Diese traditionellen, temporären Behausungen (d.h. Zelt) sind auch heute noch in Gebrauch, wenn die nomadisch lebenden Sami im Winter ihren riesigen Rentierherden über das nordnorwegische Finnmark-Plateau folgen.

Metal

Norwegischer Metal gehört neben Lachs und fossilen Brennstoffen zu unseren wichtigsten Exportgütern. Er ist ebenso schwarz wie unsere frostigen und dunklen Winter. Frühe und einflussreiche Bands wie Empreror, Mayhem, Burzum, Gorgoroth, Enslaved und Darkthrone ebneten den Weg für das, was auch heute noch einen wichtigen Teil der norwegischen Underground-Kultur und Musikszene darstellt.

 

Nerder

Das norwegische Wort für "Nerds". Vielleicht hat es mit dem Erbe der Wikinger zu tun, dass die Norweger schon seit langer Zeit eine Vorliebe für das Fantasy-Genre haben. Wie Elfen und Hobbits gekleidete Menschen lagerten Anfang der 2000er-Jahre teils wochenlang vor den Kinos, um sich Karten für die Premiere von "Herr der Ringe" zu sichern. Und in letzter Zeit identifizieren sich mehr und mehr Menschen stolz mit einer Reihe von Subkulturen – von Gaming über Cosplaying bis hin zu Viking Metal.

 

Ovale weekends

Norweger lieben bekanntlich lange – oder "ovale" – Wochenenden. Das ist wohl vor allem deshalb so, weil viele Menschen in Norwegen Zugang zu einer Berghütte haben. Gerne wird ein Vorwand genutzt, um einen Freitag frei zu nehmen (z.B. wenn dieser zwischen einem Feiertag und einem Wochenende "eingequetscht" ist). Dann ist es vollkommen normal, die Familie einzusammeln, das Auto mit gutem Essen und Feuerholz zu beladen und in die Berge zu fahren.

Pride-festivaler

Akzeptanz und gleiche Rechte für Schwule und Lesben sind in Norwegen in den letzten Jahrzehnten ein immer wichtigeres Thema geworden. Seit 2009 sind hier gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt, und in mehreren norwegischen Städten finden jeden Sommer zahlreiche Festivals statt, die sich auf die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern beziehen.

 

Quisling

"Fjord" und "Ski" sind nur einige der aus dem Norwegischen stammenden Wörter, die auch in andere Sprachen übernommen wurden. Das Wort "Quisling" leider auch. Es bezeichnet eine Person, die mit einer feindlichen Besatzungsmacht zusammenarbeitet. Der Begriff wurde durch den norwegischen Parteiführer Vidkun Quisling geprägt, der während der Besetzung Norwegens durch die Deutschen von 1939 bis 1945 die Nazis unterstütze.  
 

 

Raspeball

Raspeball, Klubb, Raspekake, Komle, Klobb, Kumle, Kompe, Kump(e), Potetball, Klot oder Ball – für dieses traditionelle norwegische Gericht gibt es viele Namen. Und mindestens genauso viele Möglichkeiten der Zubereitung – auch wenn es im Grunde nur ein Kartoffelknödel ist. Wenn Sie bei jemandem in Süd-, West- oder Mittelnorwegen nach Hause zum Essen eingeladen werden, stehen die Chancen sehr gut, diese Spezialität serviert zu bekommen.

Ski

"Skifahren ist genau das, was wir am liebsten tun". Das Skifahren kann in Norwegen auf unterschiedlichste Art und Weise praktiziert werden, aber die meisten Norweger sind vor allem mit dem "Langrenn", wie der Langlauf hier genannt wird, vertraut. Diese Art des Skifahrens ist recht zugänglich, da die meisten Strecken offen, frei und für jeden benutzbar sind.
 

Tur

Wann immer Norweger sich ein wenig mürrisch oder steif fühlen, machen Sie einen Spaziergang. Es ist zwar ganz in Ordnung, nur durch die Gegend zu laufen, aber die meisten Norweger zieht es von Natur aus in die Wälder. Wenn keine Wälder in der Nähe zu finden sind, dann tut es auch der nächste Hügel oder Berg. Nebenbei bemerkt: Sie werden wahrscheinlich feststellen, dass viele Norweger im Herbst und Winter deutlich mürrischer sind als im Frühjahr und Sommer. Das liegt ganz einfach am Sonnenmangel und daran, dass sie dann seltener auf "Tur" sind.
 

Ullevaal Stadion

Obwohl Norweger begeisterte Wintersportler sind, und viele norwegische Sportler dieses Genres an der Weltspitze stehen, ist Fußball die beliebteste und am weitesten verbreitete Sportart. Ullevaal, ein für 28.000 Zuschauer ausgerichtetes Fußballstadion in Oslo, ist die Heimat der norwegischen Nationalmannschaft und Austragungsort des Meisterschafts-Finales.

 

Voss Ekstremsportveko

Die alljährlich stattfindende Extremsport-Woche in der Bergstadt Voss ist ein Highlight für Adrenalin-Junkies aus aller Welt. Der Gegend um Voss kann sich mit Bergen, Gletschern, Stromschnellen, Felsen und Seen rühmen. Bei der "Veko", wie die Veranstaltung hier genannt wird, gibt es Extremsportarten wie Base Jumping, Wildwasser-Kajaking, Mountainbiking, Kitesurfen, Gleitschirmfliegen und vieles mehr zu sehen.

Wergeland, Henrik

Der norwegische Schriftsteller (1808-1845) wird oft als derjenige bezeichnet, der den norwegischen Nationalfeiertag am 17. Mai initiierte – jenem Tag im Jahre 1814, an dem die norwegische Verfassung unterzeichnet wurde. Damit wurde der Weg zur Unabhängigkeit geebnet, nachdem eine 400 Jahre andauernde "Union" – zuerst mit Dänemark, später mit Schweden – bestanden hatte. Der Nationalfeiertag ist stets von großartigen Feierlichkeiten geprägt, die sich durch Spaß, Freude und Gemeinschaft auszeichnen, und die auch für Touristen ein großartiges Erlebnis darstellen.

 

X Games

Der erste norwegische X Games-Wettbewerb wurde 2015 in Oslo veranstaltet. Die Stadt rühmt sich damit, dass sie als "Wintersport-Hauptstadt der Welt" bezeichnet wird, und die Politiker sagen, dass sie Oslo als die "weltweit beste kompakte Arena für Kultur und Sport" präsentieren möchten.
 

 

Yggdrasil

In der nordischen Mythologie ist Yggdrasil der "Baum des Lebens", die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Die Wikinger-Kultur mag häufig mit Plünderung und Gewalt in Verbindung gebracht werden, aber es gibt auch viel Schönes und interessante Erkenntnisse, die sich aus ihren Erfahrungen und ihrer Weltsicht entnehmen lassen. Heutzutage möchten viele Norweger diesen Teil unseres Erbes wieder für sich entdecken.
 

Znort (Frank Znort Quartet)

Ein traditionelles norwegisches Besäufnis endet in der Nacht zu Sonntag. Nur die ganz Harten verlängern es bis zum nächsten Tag. Das Frank Znort Quartet, eine legendäre norwegische Jazz- und Punkband, hat sich seit 1998 einen Ruf als Partystarter erarbeitet, indem es jeden Sonntag ein Konzert gibt. Kommen Sie nach Oslo und gehen Sie ins Blå, um zu erfahren, was wir Norweger einen "Blauen Montag" nennen.

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