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A fisherman at the fish reception facility at Vandsøy on the Namdalen coast, Norway
Fishing at the Namdalen coast.
Photo: Steinar Johansen
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So sicher wie die Graugans alljährlich gen Norden zieht, so wandert der Kabeljau die Namdalsküste entlang, um zu laichen. Und so suchen Fischer aus Trøndelag heute wie einst nach dem geheimnisvollen, verlassenen Paradies von Sør-Gjæslingan.

Text: Morten Andre Samdal

Schon im 13. Jahrhundert war die Kabeljaufischerei Lebensgrundlage für mehrere Fischerdörfer an der Küste von Namdalen in Nordtrøndelag. Das idyllische Sør-Gjæslingan, eine Gruppe aus 80 Inseln, Schären und Sandbänken, ist eines von ihnen.

„Dies ist ein Ort, an dem man sich selbst finden kann. Das Licht ist überwältigend. Smartphones funktionieren hier draußen nur selten. Es fühlt sich an, als sei man in einer anderen Welt“, sagt Anne Grete Walaunet, Koordinatorin für das Küstenmuseum Norveg, die für den Erhalt von Sør-Gjæslingan zuständig ist.

Das Fischerdorf erinnert an die Blüte von einst und wird seit 2010 als Nationaldenkmal geschützt. Die meisten Gebäude und die traditionsreiche Umgebung aus der glanzvollen Zeit des Archipels sind bis heute erhalten geblieben. Alte Fischerkaten und Fischanlandungen erzählen von dem gefährlichen Leben und der Arbeit auf See, das die Menschen hier über viele Jahrhunderte geprägt hat.

„Dies ist ein Ort, an dem man sich selbst finden kann.”

6000 Seelen

Vom Ufer aus kann man ins Ruderboot hüpfen und die Angelrute mit leichter Hand ins tiefe, dunkle Meer werfen. Einzige Anzeichen für modernes Leben sind die Kühlschränke, die in den Hütten vor sich her brummen. Jede Hütte trägt den Namen des Ortes, aus dem der jeweilige Fischer ursprünglich stammte.

„Es ist so ein tolles Gefühl. Dieser Ort ist einzigartig, auch für Trøndelag. Es gibt unzählige Geschichten über das Dorf. Im 19. Jahrhundert lebten hier in der Wintersaison über 6000 Fischer. Trondheim hatte zu dieser Zeit 25.000 Einwohner. Daran kann man sehen, wie wichtig der Ort war“, sagt Walaunet.

Namdalen.
Photo: Kystmuseet i Nord-Trøndelag

Verlassen und geheimnisumwoben

Wichtig – und gefährlich. 1906 wurden die Inseln von einer Naturkatastrophe heimgesucht. In diesem Jahr waren die Fische weit draußen im Meer, und die 1500 Fischer wurden von einem fatalen Unwetter überrascht. Mehr als 30 Fischer verloren vor den Küsten des Dorfs „Klein-Lofoten“ ihr Leben.

„Da die Stätte gut erhalten ist, kann man die Geschichte des verlassenen, geheimnisvollen Fischerdorfs bis heute aus nächster Nähe nachempfinden. Wer möchte, kann die Inseln im Sommer für ein paar Tage zu seinem Heim machen“, sagt Walaunet. „Sie können in einer 100 Jahre alten Fischerkate übernachten, den Wellen lauschen und erleben, wie der Westwind an den Wänden rüttelt. Tagsüber können Sie in einer einzigartigen, historischen Küstenlandschaft Kabeljau angeln.“

„Aber keine Angst“, fügt sie lachend hinzu: „Heute ist das eine sichere Sache.“

Anne Grete Walaunet
Anne Grete Walaunet.
Photo: Anita Holmby

Ein „Märchenland“

Der berühmte norwegische Schriftsteller Olav Duun beschrieb diese mitten im Meer gelegene Inselwelt als „Märchenland“. Hier spürt man die Geschichte in allen Wänden, und ein Besuch in Sør-Gjæslingan ist definitiv ein Erlebnis, das man nie wieder vergisst.

In den 1970ern zogen die meisten Inselbewohner fort. Der letzte Fischer verließ seine Hütte irgendwann im darauf folgenden Jahrzehnt. Heute sind die Wind und Wetter ausgesetzten Inseln, die auf den Ozean hinausblicken, erneut zu einem attraktiven Treffpunkt geworden. Heute suchen Angel- und Naturliebhaber in der außergewöhnlichen, authentischen und historischen Umgebung Inspiration und Erholung.

„Auch die Sage der See-Sara werden Sie in Sør-Gjæslingan hören. See-Sara war eine Frau, die um die Wende zum 18. Jahrhundert lebte. Sie war die tüchtigste und furchtloseste aller Fischer“, erzählt Walaune. „Ihre legendären Taten als Fischerin, Pilotin und Lebensretterin erzählt man sich bis zum heutigen Tag...“

Namdalen.
Photo: Steinar Johansen

Immer dem Lachs nach

Namdalen ist nicht erst seit gestern Urlaubs- und Erholungsort. Früher kamen englische Lords hierher, um Ruhe zu finden – und frischen Lachs.

Auch der Lachs begibt sich ja gern mal auf Reisen! Im Binnenland können Sie ihm durch Flüsse und Seen folgen, wo er neben köstlichen Bachforellen her schwimmt.

Folgt man dem Fluss Namsen weit genug, stößt man auf gleich drei Nationalparks. Hier warten eine vielfältige Tierwelt und abwechslungsreiche Landschaften auf Sie. Auf dem Weg dorthin begegnen Sie nicht nur Tieren und Fischen, sondern natürlich auch Menschen! Verweilen Sie und plaudern Sie mit ihnen – denn es gibt kaum einen anderen Ort in Norwegen, in dem der Gemeinschaftssinn so ausgeprägt ist wie hier.

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