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Wandern zwischen Nordeuropas höchsten Bergen

Jotunheimen ist ein beliebtes Wandergebiet und einer der ältesten Natinalparks des Landes. Er beherbergt den Galdhøpiggen, Norwegens höchsten Berg.

Nordeuropas höchste Berge

Das Gebirge Jotunheimen hat 22 der höchsten Berge und die höchste Gletscherdichte Nordeuropas. Es ist daher enorm beliebt bei Bergsteigern und Gletscher-Fans aus aller Welt. Schon in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts kamen Menschen, die sich zu hohen Bergen hingezogen fühlten, nach Jotunheimen, um ihre alpinen Träume zu verwirklichen.

Hier treffen Gegensätze aufeinander: schroff und lieblich, kalt und warm, wild und idyllisch. Es ist eine Gebirgsregion, in der alles möglich ist, wovon Wanderfreunde nur träumen können. In dieser höchstgelegenen Wildnis Nordeuropas können Sie an einem Tag vier Jahreszeiten erleben. Beim Wandern in Jotunheimen sind unglaubliche Kontraste an der Tagesordnung.

Fakten über Jotunheimen

Der 1980 gegründete Nationalpark Jotunheimen erstreckt sich über ein Gebiet von 1.145 Quadratkilometer. Es wurde zu einem Nationalpark gemacht, um eine wilde und wunderschöne Gebirgslandschaft zu schützen, in der sich 22 der höchsten Berge Nordeuropas befinden.

Der größte Teil des Parks liegt über der Baumgrenze bei cirka 1000 m über dem Meeresspiegel, nur die tiefsten Täler fallen ein paar Meter unter diese hinab.

Erfahren Sie mehr über Nationalpark Jotunheimen.

Besseggen und Galdhøpiggen – geeignete Wanderungen für nahezu jeden

Zwar ist Jotunheimen ein wahres Paradies für Bergsteiger, doch nahezu jeder kann hier seine alpinen Ambitionen verwirklichen. Es wird oft angenommen, dass seine schroffen, zerklüfteten Bergformationen nur etwas für echte Bergsteiger seien, die sich mit Seilen, Karabinern und Sicherungen bestens auskennen, und für die Höhenangst ein Fremdwort ist.

 Doch Besseggen und Galdhøpiggen bilden da eine Ausnahme. Wer hier unterwegs ist, kann sich mutig wie ein Gipfelstürmer fühlen – ohne ganz so mutig sein zu müssen. Deshalb erfreuen sich diese Wanderungen größerer Beliebtheit als alle anderen Bergtouren in Norwegen.

Besseggen – ein beliebter Berggrat

Die meisten Besucher fahren mit einem Boot von Gjendesheim  nach Memurubu und wandern dann den Besseggen hinauf und zurück nach Gjendesheim. Für diese Option müssen Sie eines der frühen Boote nehmen. Alternativ kann man in Gjendesheim starten. Dann wandern Sie den Besseggen hinunter und haben dabei einen herrlichen Blick auf das Jotunheimen-Gebirge. Wem der Weg über den Besseggen zu anstrengend ist, kann auch am See entlang wandern, was gewöhnlich 3-4 Stunden dauert.

Falls keine der genannten Strecken nach Ihrem Geschmack ist, stellt eine Bootsfahrt auf dem Gjende  eine ausgezeichnete Alternative dar. Die atemberaubende Landschaft, die Sie vom Boot aus sehen, wird Sie dann vielleicht doch zum Wandern in dieser Gegend animieren.

Galdhøpiggen – ein beliebter Gipfel

Die am häufigsten genommene Route geht von Juvasshytta aus. Sie führt über einen Gletscher, und Sie werden einen großen Teil des Weges am Seil zurücklegen. Es ist ein aufregendes Abenteuer, zu dem Sie allerdings einen Bergführer brauchen, falls niemand in Ihrer Gruppe über Erfahrung im Gletscherwandern verfügt. Sie können Ihren Platz in einer Seilschaft im Voraus oder bei Ihrer Ankunft in Juvasshytta buchen. Die größten Seilschaften haben bis zu 50 Teilnehmer, und wenn sich eine solche Menschenschlange im Zickzack über den Gletscher hinzieht, ist das ein beeindruckender Anblick.

Ein anderer Ausgangspunkt ist Spiterstulen. Diese Route führt nicht über den Gletscher, und der Weg ist bis zum Gipfel hinauf mit „T"-Symbolen markiert.

Wieso sind manche Seen grün?

Jotunheimen hat mehrere Seen – und Gjende ist zweifellos der Schönste von ihnen. Wenn im Sommer das schlammige Schmelzwasser der Gletscher in einige Seen strömt, färben sie sich grün.

In Jotunheimen gibt es daher nebeneinander liegende Seen, die je nachdem, ob sie durch Schmelzwasser gespeist werden oder nicht, blau oder grün sind. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Seen Gjende und Bessvatnet, die auf verschiedenen Seiten des Besseggen liegen.

Wie fit muss man sein?

Die Wanderungen zum Galdhøpiggen und über den Besseggen schaffen die meisten Menschen, die in guter körperlicher Verfassung sind. Aber was heißt „gute körperliche Verfassung"? Wer aktiv ist, sich viel bewegt, Sport treibt oder sich anderweitig körperlich betätigt, wird normalerweise fit genug sein. Das Wichtigste ist, dass es Ihnen Spaß macht, den ganzen Tag in der freien Natur zu verbringen.

Was sollte ich mitbringen?

Egal für welche Wanderung Sie sich entschieden, Sie müssen auf jeden Fall richtig angezogen und ausgerüstet sein. Das Wetter ist sehr wechselhaft und kann plötzlich von warm und sonnig zu kalt und nass umschlagen. Hier ein paar Vorschläge dazu, was Sie anziehen und in Ihren Rucksack packen sollten:

  • Wanderstiefel
  • Outdoor-Hose
  • Woll- oder Thermounterwäsche und Strümpfe
  • Woll- oder Thermopullover
  • Shell-Jacke und -Hose
  • Wasserabweisende Handschuhe oder Fäustlinge
  • Mütze und Schal
  • Wanderkarten und Kompass oder GPS
  • Sonnenbrille und Sonnencreme
  • Proviant und Getränk
  • Erste Hilfe-Set und Blasenpflaster