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Photo: Bergen Tourist Board / Girish Chouhan - visitBergen.com
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Die Stadt, die aufs Meer blickt

Bergen wird die Stadt der sieben Berge genannt, dabei hat sie die Berge immer im Rücken gehabt, während sie hinaus in die Welt hinter dem Meer blickt.

Wem die Berge im Weg sind, der muss die Segel setzen

Seit fast tausend Jahren gibt es eine Stadt, die Norwegen immer mit der Außenwelt verbunden hat. Diese Stadt heißt Bergen. Zu allen Zeiten hatte Bergen die „sieben Berge“ im Rücken und blickte in Richtung Meer und zum Kontinent dahinter, während die Stadt gleichzeitig mit dem übrigen Land verbunden war.

„ O ja, die Menschen in Bergen schauen eindeutig nach Westen, das haben sie immer getan“, sagt Frank Aarebrot, Professor für vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Bergen. Er ist Experte für Demokratieentwicklung und in Norwegen ein berühmter Wissenschaftler.

„Vor dem Bau der Bergenbahn 1909“, sagt er und meint die Eisenbahnstrecke von Oslo über das Gebirge, „reiste man von hier schneller nach Hamburg oder London als in die norwegische Hauptstadt.“ Und dorthin wollten die Bergenser auch viel eher.

Auf jeden Fall seit dem Jahr 1070 war Bergen ein wichtiger Hafen, und seit etwa 1360 unterhielt die Hanse hier eine wichtige Niederlassung, ein Kontor für den umfangreichen Handel mit dem Kontinent – vor allem für den Export von Stockfisch und den Import von Getreide.

„Bergen war damals eine große Stadt, die in erster Linie Seehandelsverbindungen unterhielt und erst in zweiter Linie über die Berge mit dem Osten des Landes verbunden war“, sagt Aarebrot.

Die größte Stadt des Nordens

Tatsächlich ist die Bedeutung Bergens in der Geschichte Norwegens und der nordischen Länder kaum überzubewerten. „Im 16. Jahrhundert war Bergen die größte Stadt in den nordischen Ländern, sogar größer als Kopenhagen. Zwei der ersten Unionskönige verbrachten einen großen Teil ihrer Regierungszeit in Bergen, obwohl ihr offizieller Sitz in Dänemark war“, gibt der Professor zu Protokoll.

Im nachfolgenden Jahrhundert überholten dann Stockholm und Kopenhagen Bergen an Größe und Einfluss, und später tat dies auch Oslo, die norwegische Hauptstadt – allerdings erst ab etwa 1850. „Es ist typisch für Europa, dass die Hauptstädte mit der Entstehung der modernen Nationen wuchsen, mit der eine Zentralisierung einherging.“

Stolz und unabhängig

Das Erbe des Handels und der Verbindungen mit Europa ist aber bis heute bei den Bergensern spürbar. „Ich denke, wir sind Fremden gegenüber toleranter“, sagt Aarebrot, wenn er die Stadt mit dem übrigen Land vergleicht. „Die Menschen in Bergen sind Handelsleute, sie haben immer vom Handel mit Fremden gelebt. Einen Handelspartner zu beleidigen ist nicht klug“, meint er und fügt hinzu, dass viele Einwohner in der Stadt selbst fremde Wurzeln haben. Man erkennt das an Familiennamen wie Rieber, Hambro und Friele – auch der Name Edvard Griegs, des berühmten Komponisten, leitet sich vom schottischen Namen Greig ab.

Heute ist Bergen die zweitgrößte Stadt in Norwegen. Es ist aber auch eine europäische Stadt. Als inoffizielle Hauptstadt Westnorwegens war Bergen immer stolz und unabhängig, so Aarebrot.  „Wir sind stark mit der Außenwelt verbunden“, sagt er, man orientiere sich weniger an Oslo, wenn es um Trends und Einflüsse geht. „In Bergen blicken wir immer noch nach Westen.“

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