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Woman guide standing on the Nigardsbreen glacier
Glacier hiking at Nigardsbreen.
Photo: Karl Eirik Haug / Making Waves / Visitnorway.com
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In Norwegen trifft Abenteuerurlaub auf Nachhaltigkeit. Diese sieben Menschen haben ihren Traum verwirklicht und laden Sie zu umweltfreundlichen Aktivitäten ein. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen von Gletscherwanderungen und Walsafaris bis hin zur lokalen Kochkunst.

  1. 1. Die Gletscherführerin am Nigardsbreen

    Linn Larsson

    Unsere Heldin, Leitfigur und Vorbild. Zumindest für die nächsten fünf Stunden. Linn Larsson, zertifizierte Gletscherführerin in Jostedalen Breførarlag, ist gerade dabei, die Ausrüstung für unsere ersehnte Wanderung auf den riesigen Eiswürfeln der Natur an unsere eifrige Gruppe von zwölf Personen aus China, den USA, Frankreich, Italien und Norwegen zu verteilen.

    In der Morgensonne scheint der mächtige Nigardsbreen – ein Arm des Jostadalsbreen, dem größten Gletscher auf dem europäischen Festland – beeindruckender als jedes weltberühmte Gebäude. „Ihre Sicherheit ist heute ganz wichtig“, sagt Linn und lächelt. „Also hören Sie gut zu.“

    Linns Hauptaufgabe wird es sein, uns sicher den steilen Weg auf den Gletscher hinauf und nach fünf Stunden wieder hinunter zu führen. Mit den Eispickeln im Gepäck sehen wir ziemlich cool aus und fühlen uns jetzt schon ein bisschen stolz.

    Linn Larsson, Nigardsbreen
    Linn Larsson, Nigardsbreen.
    Photo: Karl Eirik Haug / Making Waves / Visitnorway.com

    „Achten Sie darauf, den Eispickel immer mit dem spitzen Teil nach hinten zu halten. Legen Sie ihn niemals am Eis ab, an der rutschigen Oberfläche gleitet er sonst davon“, weist uns die Gletscherführerin mit ruhiger, aber fester Stimme an.

    Dann gibt sie uns die Steigeisen, eine Art rüstungsähnliche Eisensandalen mit Spikes an den Sohlen, damit die Füße am Eis einen festen Griff haben. Schritt für Schritt zeigt uns Linn, wie wir sie möglichst eng anbringen.

    Ein langes, solides Sicherheitsseil bindet unsere Gruppe zusammen, befestigt an Outfits, die wie eine seltsame Mischung aus Ledergürteln und Unterwäsche aussehen.

    Linn und ihr Kollege prüfen noch sorgfältig nach, ob alle warme, winddichte Kleidung tragen. Während sie geduldig unsere vielen Fragen beantwortet, gehen wir bereits einer nach dem anderen in Richtung Gletscher.

    Die 27-Jährige hat drei Jahre Erfahrung mit Gletscherwanderungen. Jeden Morgen schickt die Reiseleitung bis zu zehn Profis auf das Eis, um die Routen zu testen, bevor Touristen ihre Wanderungen starten.

    „Denken Sie immer daran, das ist mächtiges Material: Ein Kubikmeter Eis wiegt eine Tonne“, sagt Linn. Die Eisschicht des Hauptgletschers Jostedalsbreen ist bis zu 600 Meter dick. Sein berühmtester Gletscherarm Nigardsbreen schmilzt dahin und verliert etwa einen Meter pro Tag. In einem normalen Jahr schrumpft der Gletscher etwa 30 Meter. „Konzentration, bitte!“ schreit Linn.

    Wir heben vorsichtig unsere Bergschuhe über schmale Spalten im Eis, die bis zu zehn Meter oder tiefer sind. Nach einer halben Stunde sind wir endlich in der Lage, mit unseren Füßen auf das Gletscherplateau zu steigen.

    „Bereit für eine Fotosession?“ Sie nimmt unsere Kameras und Smartphones, eines nach dem anderen entgegen, um den Moment festzuhalten. Sobald wir wieder auf festem Boden sind, werden in den sozialen Medien eine Menge eiskalter Fotos für Chinesen, Russen, Amerikaner und den Rest der Welt zum Anschauen bereitgestellt.

    Es ist Zeit, die Eispickel zurückzugeben, obwohl wir sie gerne behalten würden. Im Nachhinein betrachtet war unsere Gletscherwanderung anspruchsvoll wie erwartet, aber auch unkompliziert.

    In der Umgebung der Gletscher Nigardsbreen und Jostedalsbreen können Sie auch an Gletscherwanderungen teilnehmen, die weniger anspruchsvoll und zeitaufwändig sind als unsere.

    Erfahren Sie mehr über norwegische Gletscher.

  2. 2. Diese Freiwillige zeigt Ihnen den Weg

    Jorid Rajala, Norwegischer Wanderverein

    In Norwegen können Sie sich über mehr als 20.000 Kilometer markierte Wanderwege in der freien Natur freuen.

    Dass Sie auf dem richtigen Weg sind, wissen Sie, wenn Sie an Steinen, Felswänden, Bäumen oder Pfählen mit aufgemalten Ts vorbeikommen. Dieser wichtige Buchstabe ist das weithin bekannte Symbol des Norwegischen Wandervereins („Den Norske Turistforening“, kurz: DNT), der größten Outdoor-Organisation des Landes.

    Die nützlichen T-Schilder werden regelmäßig von freiwilligen Mitgliedern wie Jorid Rajala gepflegt und neu gestrichen, damit Wanderer sicher den Weg zurückfinden, bevor es zu dunkel wird.

    Erfahren Sie mehr über Wandern in Norwegen.

  3. 3. Der umweltfreundliche Wirt der Gjendsheim-Hütte

    Marius Haugaløkken, Jotunheimen

    „Nachhaltigkeit ist unser Ding“, sagt Marius Haugaløkken. Seit 2011 leitet er das Personal sowie die voll ausgestattete Hütte Gjendesheim. Diese ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen im östlichen Jotunheimen-Gebirge sowie zum berühmten Besseggen.

    Gjendesheim verfügt über ein siebensitziges Elektrofahrzeug, mit dem die Gäste abgeholt werden. Für private Elektroautos wurde eine neue Ladestation installiert. Das frische Essen im Restaurant stammt hauptsächlich von einheimischen Anbietern. „Das ist vielleicht ein bisschen teurer und mühsamer, aber es lohnt sich“, sagt Marius, der auch den Verkauf von Wasser in Flaschen eingestellt hat. „Unser Leitungswasser ist das reinste, das Sie bei einer Bergwanderung trinken können.“

    Marius Haugaløkken, Gjendesheim
    Marius Haugaløkken, Gjendesheim.
    Photo: Kristoffer Mæle Thuestad

    2018 feierte Gjendesheim sein 140-jähriges Jubiläum und ist die meistbesuchte Hütte des norwegischen Wandervereins. Gjendesheim kooperiert auch mit anderen Hütten in diesem Gebiet auf einem sogenannten Besseggen-Patrouillenprojekt, bei dem eine qualifizierte Person Wanderern in den Bergen hilft, am Ende des Tages sicher zurückzukehren. „Unser Ziel war es, gefährliche Situationen zu vermeiden, in denen Touristen unsicher oder zu großer Kälte ausgesetzt sind“, erklärt Haugaløkken.

    Die Gjendesheim-Hütte ist einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. In der Sommersaison gibt es tägliche Busverbindungen von Oslo, Fragernes, Gol und Otta.

  4. 4. Die Hundeschlittenführerin in Alta

    Trine Lyrek, Hundeschlitten Trasti & Trine

    „Trasti & Trine ist unsere Hundeschlittenfirma, die auf lehrreiche Erfahrungen, Freude an den eigenen Leistungen sowie tiefen Respekt für Tiere und Natur setzt. Wir ermutigen unsere Gäste zunächst, sich aktiv an der Vorbereitung der Hunde und Hundeschlitten zu beteiligen. Unsere langjährige Erfahrung hilft uns, die individuellen Fähigkeiten unserer Gäste zu verstehen“, sagt Lyrek.

  5. Eine abenteuerliche Fahrt mit eifrigen Hunden in den verschneiten Wäldern in der nordischen Stadt Alta macht ganz schön hungrig. Zum Glück servieren Lyrek und ihr Team auch Speis und Trank. Die Gerichte sind aus lokalen, biologischen Zutaten, der Betrieb für norwegischen Ökotourismus zertifiziert. „Ob Frühstück, Mittagessen in den Bergen oder sieben Gänge im Restaurant, wir kennen die Herkunft jeder einzelnen Zutat“, erzählt Lyrek begeistert. Außerdem sind das Sommercafé und die Bäckerei Treffpunkte für Einheimische der Kleinstadt. „Das alles ist uns sehr wichtig“, ergänzt sie.

    Erfahren Sie mehr über Hundeschlittenfahren in Norwegen.

  6. 5. Die Hüttenwirtin von Fondsbufür lokales Essen

    Solbjørg Kvålshaugen, Jotunheimen

    Ja, die Norweger sind unheimlich stolz auf das einheimische Essen – und zwar bis hinauf in die Berge.

    Solbjørg Kvålshaugen führt seit mehr als zehn Jahren den Ort Fondsbu im südlichen Teil des Berggebiets Jotunheimen. Fondsbu steht seit jeher für Leidenschaft und heimische Gerichte aus frischen Zutaten. Typische Highlights bei drei oder vier Gängen sind Lamm, Kalb und Rentier von lokalen Erzeugern und Forellen aus dem nahen See Bygdin.

    Solveig Kvålshaugen, Fondsbu
    Solveig Kvålshaugen, Fondsbu.
    Photo: Christian Roth Christensen / Visitnorway.com

    „Hier in Fondsbu bereiten wir das Essen für unsere Gäste mit viel Liebe und Respekt zu“, verspricht Kvålshaugen, die uns durch die beliebte norwegische TV-Doku-Serie „Bergleute“ einen Einblick in das Landleben in Fondsbu gegeben hat.

    Fondsbu ist ein idealer Ausgangspunkt für viele beliebte Wanderungen. In der Sommersaison ist die öffentliche Anreise sehr einfach. Busse fahren täglich von Oslo, Årdal, Bergen und Lillehammer. Von Fagernes und Gjendesheim können Sie statt mit dem Bus auch mit einem süßen kleinen Boot über den mehr als 20 Kilometer langen Bergsee Bygdin anreisen.

    Erfahren Sie mehr über das Jotunheimen-Gebirge.

  7. 6. Der Schneemanager im Oslo Winter Park

    Mads Mørch, Oslo

    „Unser Ziel ist es, der erste alpine Ferienort zu werden, der CO2-neutral betrieben wird“, sagt Mads Mørch, Schneemanager im Oslo Winter Park.

    „Trotz einer großen Erweiterung des Winterparks, verbrauchen wir heute nicht mehr Energie als im Jahr 2002. Im Jahr 2012 war der Oslo Winter Park ein Pionier in Sachen Elektrifizierung, als wir das erste elektrische Schneemobil des Landes einführten.“

    Mads Mørch
    Mads Mørch.
    Photo: Ina Mørch

    Auch neue Schneekanonen sollen energieeffizienter sein als ihre Vorgänger.

    „Die Zahl an Skifahrern und Mitarbeitern steigt ständig und wir werden nicht aufhören, sie dazu zu ermutigen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Alles in allem sind wir als Eco-Lighthouse durch das gleichnamige Label zertifiziert“, informiert Mørch, bevor er sich die frisch präparierte Piste hinunterstürzt.

    Der Winter Park ist nur eine kurze U-Bahnfahrt vom Osloer Zentrum entfernt. Denken Sie also bei Ihrer nächsten Oslo-Reise daran, Ihre Skier einzupacken!

    Erfahren Sie mehr über Skifahren in Norwegen.

  8. 7. Der Kapitän für Walsafaris auf den Vesterålen

    Geir Maan, Walsafari Andenes

    „Meine Crew und ich nutzen all unsere Erfahrung, um den Walen nahe zu kommen, ohne sie in ihrer natürlichen Umgebung zu stören“, sagt Geir Maan. Er ist der Kapitän von einem der Schiffe, das die immer beliebter werdenden Walsafaris für neugierige Reisende anbietet. Es ist ein sagenhafter Anblick. Immerhin wiegen die Königinnen und Könige des Meeres bis zu 60 Tonnen.

    Geir Maan, Andenes Whale Safari
    Captain Geir Maan, Andenes Whale Safari.
    Photo: Andenes Whale Safari

    Die Walsafari-Unternehmen in Norwegen arbeiten nach den Richtlinien der International Whaling Commission und der Whale and Dolphin Conservation Society.

    Darüber hinaus haben die meisten Unternehmen ihre eigenen strengen, den lokalen Gegebenheiten angepassten Methoden, um Tiere und Umwelt zu respektieren. „Für Walsafari Andenes bedeutet das etwa, Lärm und Verschmutzung kontinuierlich zu reduzieren und respektvolle Distanz zu den Walen einzuhalten, egal in welcher Situation“, sagt Kapitän Maan, bevor er mit einer neuen Gruppe von Passagieren in See sticht. Die Vorfreude auf die wilden und wunderschönen Vesterålen-Inseln in Nordnorwegen ist schon zu spüren.

    Erfahren Sie mehr über Safaris in Norwegen.

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