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Huset, Svalbard Huset, Svalbard
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Huset, Svalbard.
Photo: Svalbard Adventure Group
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Ein Land, drei Welten

Die ruhigen Fjorde, die lebhafte Hauptstadt oder die karge Arktis: Welches Norwegen ist Ihnen am liebsten?

Text: Mikael Lunde

In Longyearbyen, der größten Stadt auf der Inselgruppe Spitzbergen, gibt es ein Feinschmecker-Restaurant und einen der besten Weinkeller Europas. Hört sich nach Großstadt an, nicht wahr?

Nun ja, nicht ganz – der Ort liegt direkt zwischen dem norwegischen Festland und dem Nordpol, am äußersten Rand der Zivilisation. Die Betreuer im Kindergarten von Longyearbyen sind bewaffnet, um die Kleinen vor Eisbären zu schützen!

Es ist ein Ort voller spannender Kontraste. Genau wie Norwegen selbst – ein Land, das größer und vielfältiger ist, als die meisten Menschen wohl ahnen.

Fahren Sie beispielsweise nach Oslo – eine Art dynamische Metropole im Kleinformat, in der Sie definitiv für Tausende von Kilometern keinen Eisbär zu Gesicht bekommen werden. Hinter den Bergen, gut 300 Kilometer westlich, liegen die berühmten schmalen Fjorde, umgeben von schneebedeckten Gipfeln und üppig-grünen Tälern.

Fjorde, Stadt oder Arktis? Was das „wahre“ Norwegen ausmacht, hängt davon ab, wen Sie fragen. Oder fahren Sie doch einfach hin und finden Sie es selbst heraus! Mit ein bisschen Planung ist das durchaus möglich – erkunden Sie ganz Norwegen in einer einzigen Woche. Zum Beispiel mit „Ultimate Norway“, einer historischen Fjord-, City- und Arktis-Rundreise.

Solstrand Hotel
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Solstrand Hotel.
Photo: Solstrand Hotel & Bad / De historiske
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Solstrand Hotel.
Photo: Solstrand Hotel & Bad / De historiske

Solstrand: Ruhige Perle am Fjord

„Eine große Residenz mit großen, prächtigen Fluren, komfortablen Treppen, einer großzügigen Eingangshalle mit Kamin, einem eleganten Salon, großen Zimmern mit breiten Betten und Terrassen (...), in denen alle Fenster auf den Bjørnefjorden und die glitzernde Eiswüste des Folgefonnas blicken.“

So fand der Ingenieur und Schriftsteller Ole Wilhelm Fasting 1903 das Solstrand Hotel & Bad vor – das direkt am Mündungsufer der Westfjorde liegt.

Ein Jahrzehnt zuvor war die Anlage von dem Reeder und späteren Ministerpräsidenten Norwegens, Christian Michelsen, errichtet worden. „Für die Reichen jener Zeit war es ein Rückzugsort vom städtischen Alltagsstress im nahe gelegenen Bergen“, erklärt die heutige Besitzerin, Pernille Schau-Larsen.

Heute gehört Solstrand zu De historiske (wörtlich „Die Historischen“), eine Organisation, der viele der besten Hotels und Restaurants Norwegens angeschlossen sind. Jedes von ihnen ist tief mit der Geschichte des Landes verwurzelt. Um Mitglied zu werden, müssen in Bezug auf Komfort und Küche allerhöchste Standards erfüllt werden.

De historiske bietet unterschiedliche Rundreisen an, die Sie in einem All-Inclusive-Paket miteinander kombinieren können. Das neueste Paket, „Ultimate Norway“, schließt die Fjorde, die Hauptstadt und die Arktis mit ein. Auf Wunsch können Sie dieses Angebot mit einer Verköstigung aus dem saisonalen Speiseangebot im Solstrand abrunden.

„Unser Hotel hat eine wundervolle, geschützte Lage am Fjord, mit riesigen Fenstern, durch die man die Vögel hören und das Meer riechen kann“, sagt Schau-Larsen. „Unsere Küche ist eng mit der Küstenkultur verbunden. Wir verwenden frisches Wurzelgemüse, Obst und Beeren sowie Fisch und Meeresfrüchte, je nach Saison. Gleichzeitig spüren wir hier die internationalen Impulse aus Bergen, das schon immer eine Handelsstadt war.“

Solstrand Hotel
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Solstrand Hotel.
Photo: Ingar Holm

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Solstrand Hotel.
Photo: Ingar Holm

Oslo: Die kleine Metropole

Hinter den Bergen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Als Kristian Gahre vor vielen Jahrzehnten das erste Mal nach Oslo kam, wurde er von einem lebhaften Hafen mit viel Verkehr und Industrie begrüßt. Aus seiner winzigen Heimatstadt, Mandal, kommend, erschien ihm die Hauptstadt riesengroß und geradezu überwältigend.

Die Hafenindustrie gibt es heute nicht mehr. Dafür finden sich umso mehr Parks, Cafés und Museen in Oslo. Doch Gahre entdeckte bald, dass „riesengroß“ auch keine treffende Beschreibung für Oslo war. Im Gegensatz zu London, New York oder Paris ist Norwegens Hauptstadt relativ klein und gemütlich. „Nachdem ich ein paar Jahre hier gewohnt hatte, merkte ich, dass genau das den Charme der Stadt ausmacht. Man kann das Zentrum von fast überall in der Stadt in weniger als einer Stunde erreichen“, erklärt er.

Camillas hus, das Hotel, in dem Gahre arbeitet, befindet sich in einer der ältesten, im Schweizer Stil gebauten Holzvillen der Stadt und liegt äußerst zentral direkt hinter dem königlichen Schloss. Seinen Namen verdankt es Camilla Collett, einer norwegischen Autorin, die einst in diesem Stadtteil lebte – zu jener Zeit wohl das erste suburbane Viertel der Stadt. „Als das Hotel 1845 erbaut wurde, befand es sich praktisch auf dem Land“, erzählt Hotelier Mario Rego.

Um die Jahrhundertwende gründete der erfolgreiche Autohändler Bertel O. Steen hier sein Geschäft. Das nebenan liegende Hotelrestaurant, Ni & Tyve (übersetzt „neunundzwanzig“, benannt nach der Hausnummer), war seine Privatresidenz – in der man bis heute die Atmosphäre eines Privathauses mit Garten spürt. Auf der Karte werden mediterrane Speisen mit nordischem Flair angeboten.

Camillas Hus
Camillas Hus
Camillas hus
Camillas Hus, Oslo
Camillas Hus
Camillas hus
Camillas Hus, Oslo
Camillas Hus
Camillas hus
Camillas Hus
Camillas Hus
Camillas hus
Camillas Hus
camillas Hus
Camillas hus

Urbane Meditation

Was Oslo so einzigartig macht, ist wohl die unmittelbare Nähe zu unberührten Naturlandschaften – und hiervon gibt es sehr, sehr viele. Die Osloer sind sehr stolz auf ihre „marka“, um die sich liebevoll kümmern. Die „marka“ – das sind die Hügel und Wälder, die sich kilometerweit in den Norden und Osten der City erstrecken. Mit der U‑Bahn vom Zentrum ist man in wenigen Minuten dort.

„Ich glaube, Oslo muss wohl die einzige Stadt der Welt sein mit einem U-Bahn-System, das die Passagiere aus der Stadt heraus befördert“, sagt Flemming Nilsen, Geschäftsführer des Luxushotels Lysebu, das mitten im Wald hinter der Skiabsprungschanze Holmenkollen liegt. Nur 10 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt befindet sich tatsächlich eine (übererdige) U-Bahnstation, wo die Städter mit ihren Skiern oder Mountainbikes ankommen.

„Im Vergleich zum Tempo, das man aus der City kennt, ist das ein krasser Gegensatz. Wer in unser Hotel kommt, soll seinen Stress und seine Probleme hinter sich lassen“, sagt Nilsen.

Neben seiner Lage und Geschichte ist Lysebu vor allem für sein preisgekröntes Restaurant und den erstklassigen Weinkeller berühmt und beliebt. Viele der Zutaten stammen aus dem eigenen Garten, und die Speisekarte passt sich der jeweiligen Jahreszeit an. „Sinnliche Erfahrungen machen viel von dem aus, worum es bei De historiske geht: die Atmosphäre, die Architektur – und das Essen.“

Lysebu, Oslo
Lysebu
Lysebu
Lysebu, Oslo
Lysebu
Lysebu
Lysebu, Oslo
Lysebu
Lysebu
Lysebu, Oslo
Lysebu
Lysebu
Lysebu, Oslo
Lysebu
Lysebu

Impressionen aus der Arktis

Wenn Oslo die Urbanität Norwegens repräsentiert, so stellt Spitzbergen das komplette Gegenteil hiervor dar. Die Inselgruppe erstreckt sich vom 74. bis zum 81. Grad Nordbreite – oder liegt, einfacher ausgedrückt, sehr viel weiter nördlich, als die meisten Menschen je reisen werden.

Wenn Sie aus dem Flugzeug steigen, grüßt Sie eine karge, windgepeitschte Landschaft, ganz ohne Bäume oder sonstige Anzeichen von Pflanzenwuchs. Und doch ist Spitzbergen unglaublich schön. „Das erste, was man sieht, sind die schneebedeckten Berge am anderen Ufer des Fjords und eine Landschaft in Farben und Tönen, die es nirgendwo anders gibt“, schwärmt Bård Heio von der Svalbard Adventure Group.

Für ihn ist Spitzbergen zu allererst ein Ort voller Überraschungen. Die erste Überraschung ist die Tatsache, dass hier überhaupt ein Ort ist. „Viele sind verblüfft, dass Longyearbyen so eine lebhafte Gemeinde ist“, sagt Heio. Die Stadt hat über 2000 Einwohner und sogar ein Feinschmecker-Restaurant.

Dieses heißt Huset, „das Haus“. Und in Spitzbergen trifft das den Nagel auf den Kopf, denn „das Haus“ dient seit seiner Errichtung im Jahr 1951 als natürlicher Treffpunkt der Stadt.

An diesem ungewöhnlichen Ort – wo man ohne bewaffnete Begleitung nicht nach draußen gehen sollte und Temperaturen über Null schon „Sommer“ bedeuten ... an diesem ungewöhnlichen Ort lagern im Keller des Husets gut 20.000 Flaschen Wein.

Es handelt sich um eine der feinsten Weinsammlungen Nordeuropas.

Und wer den Tag mit Wandern, Bootsausflügen an der Küste oder einem Besuch in der nahe gelegenen (russischen!) Bergbaustadt verbracht hat, lässt sich diesen Wein wohl ganz besonders munden!

Huset, Svalbard
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Huset, Svalbard.
Photo: Terje Bjørnsen

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Huset, Svalbard.
Photo: Terje Bjørnsen
Huset, Svalbard
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Huset, Svalbard.
Photo: Svalbard Adventure Group
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Huset, Svalbard.
Photo: Svalbard Adventure Group

Spitzbergen

Spitzbergen ist eine norwegische Inselgruppe, die genau zwischen Festland und Nordpol im Arktischen Ozean liegt. Fast zwei Drittel des 61.000 Quadratkilometer umfassenden Archipels ist von riesigen Gletschern bedeckt. Die Inseln sind wirklich sehr groß – rechnet man sie in die Gesamtfläche Norwegens mit ein, so ist das Land größer als Deutschland.

Die größte Ansiedlung ist Longyearbyen. Doch Spitzbergen hat noch mehr zu bieten – z. B. die Forschungsstation Ny-Ålesund, die norwegische Mine Sveagruva und die russische Bergbaugemeinde Barentsburg. Laut Statistics Norway waren auf der Inselgruppe am 1. Juli 2015 insgesamt 2.667 Einwohner gemeldet.

Die Inselgruppe Spitzbergen ist berühmt für ihre unglaubliche Natur und Tierwelt, die Minen und Forschungsanlagen sowie den mit viel Publizität bedachten Saatgut-Tresor, den „Global Seed Vault“. Und natürlich den Weinkeller des Husets.

 

Norway
Kartenquelle: Kartverket (Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0)

Die Fjorde

Kennen Sie den Disney-Film „Frozen“, auf Deutsch „Die Eiskönigin - völlig unverfroren“? Hauptinspirationsquelle für die Filmemacher waren die norwegische Stadt Bergen und die dortigen Fjorde. Der unglaublich schmale, dramatische Nærøyfjord, dessen schneebedeckte Berge sich zu beiden Seiten aus dem Wasser erheben, ist einer der beiden norwegischen Fjorde, die sich auf der Welterbe-Liste der UNESCO befinden.

Ein Fjord ist ein langer, schmaler Meeresarm, der sich Hunderte von Kilometern ins Binnenland erstrecken kann und in vergangenen Eiszeiten von riesigen Gletschern gemeißelt wurde. Das Wasser eines Fjords ist normalerweise tief und still.

In Solstrand befinden Sie sich an der Mündung zum Hardangerfjord, dessen Ufer reich an norwegischer Kultur und Geschichte sind. Nur gut zwei Stunden in Richtung Nordost liegt der zuvor genannte Nærøyfjord – definitiv eine der besten Regionen, um die Natur und Kultur Norwegens zu erkunden. Gönnen Sie sich eine Zugreise – in der weltberühmten Flåmbahn!

Oslo erleben

Oslo mag klein sein, doch ist es die am schnellsten wachsende Hauptstadt Europas. Außerdem steht das kulinarische und kulturelle Angebot der City ihren internationalen Mitstreitern in nichts nach! Fahren Sie für ein paar Tage hin und lassen Sie sich überwältigen – auch heute noch!

Zu den beliebtesten Ausflugszielen Oslos – und das aus gutem Grund – gehören der Frognerpark und dessen weltberühmte Skulpturenanlage von Gustav Vigeland. Hier teilt Kristian Gahre einen echten Insider-Tipp mit uns – über den sehr viel weniger bekannten Bruder von Gustav, Emanuel.

„Das Emanuel-Vigeland-Mausoleum ist meiner Meinung nach eines der spektakulärsten Kunstprojekte in ganz Oslo“, sagt Gahre – und meint damit ein kirchenähnliches, fensterloses Gebäude, dessen Innenwände mit Fresken bedeckt sind. „Genau wie sein Bruder mit seinen Skulpturen im Park, hat auch Emanuel hier einen kompletten Lebenskreis festgehalten.“ Bitte beachten Sie, dass das Emanuel-Vigeland-Museum nur sonntags geöffnet ist.

Unterdessen können Sie im Pool, in den Saunas und im Wellnessbereich des Lysebus chillen, oder Sie runden die meditative Stimmung beim Yoga ab. Mindestens ebenso erholsam ist ein ausgedehnter Spaziergang im riesigen Wald. Auch warten viele organisierte Aktivitäten auf Sie, die die Region ebenfalls zu bieten hat. Es gibt Sommer- und Winterparks, Bungee-Jumping, einen Frisbee-Golfplatz sowie endlose Wege zum Wandern, Mountainbiking und Langlaufen.


Nehmen Sie an einer „Ultimate Norway“ Fjord-, City- & Arktis-Rundreise teil und überzeugen Sie sich selbst!

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