Dynamic Variation:
Book
Choose Language
Search & Book
Search
or search all of Norway
Northern Norway Northern Norway Northern Norway
Northern Norway Northern Norway
Credits
Northern Norway.
Photo: visitnorway.com
Campaign
Partner
Ad

Norwegen im anderen (Nord-)Licht entdecken

Reizt Sie ein arktisches Abenteuer? Dann sollten Sie eine Reise nach Nordnorwegen planen! Im Folgenden erhalten Sie einen kleinen Eindruck des arktischen Nordens im Winter.

Text: Mikael Lunde

An den Haarsträhnen, die aus den Kapuzen unserer kuschelig-warmen Schneeanzüge hervorlugen, kleben Eisklumpen. Ein Schneesturm verwischt die Grenzen zwischen Himmel und Erde. Der Schnee malt braune und rote Bärte weiß an. Im Innern des lavvo (spitzes Zelt der Samen) lässt die Hitze des Feuers unsere roten Gesichter kribbeln.

Auch einen riesigen Metalltopf erwärmt das Feuer – hier köchelt ein Rentier-Eintopf vor sich hin, der später mit Fladenbrot verzehrt wird. In diesem Moment erscheint uns das Zelt mindestens so reizvoll wie eines der zahlreichen Gourmetrestaurants Nordnorwegens.

Wir sind im Tromsø Villmarkssenter, eine Gruppe von Häusern und lavvos inmitten einer weißen Wildnis nahe der vergleichsweise großen Stadt Tromsø. Hier erhalten wir einen Eindruck einer der beliebtesten Aktivitäten der Arktis: Mushing – oder Hundeschlittenfahren.

Dreihundert Huskies leben draußen in Hundehütten. Als Torkil Hansen, Mit‑Hundebesitzer und Rennen fahrender Musher, erscheint, brechen sie vor lauter Aufregung und Freude in ein ohrenbetäubendes Gebell aus. Diese Tiere leben dafür, dem Leithund ihres Rudels durch den frisch gefallenen Schnee hinterherzujagen – das spürt man sofort.

Northern Norway
Credits
Northern Norway.
Photo: visitnorway.com

Credits
Northern Norway.
Photo: visitnorway.com

„Als ich geboren wurde, gab es hier ca. 30 Hunde und ein paar Nutztiere“, erzählt Hansen. Als Tromsø sich im Laufe der Zeit einen Namen als beliebtes Reiseziel machte, verschwanden die Nutztiere. Die Zahl der Hunde dagegen stieg um ein Zehnfaches an.

Der Mittzwanziger kennt jeden einzelnen der Huskies. Für Menschen, die mit Mushing – oder mit Schnee! – nicht vertraut sind, ist die Situation jedoch geradezu überwältigend. Besonders verblüffend ist, wie lieb die Hunde sind!

Northern Norway
Credits
Northern Norway.
Photo: visitnorway.com

Credits
Northern Norway.
Photo: visitnorway.com

„Die Menschen denken, sie treffen auf wilde Tiere. Klar, die Hunde verbringen natürlich ihr ganzes Leben ausschließlich an der frischen Luft“, sagt Hansen. „Aber sie sind ganz an Menschen gewöhnt und daher äußerst freundlich und gesellig“.

Es stimmt: Zwar springen die Hunde an uns hoch und stellen ihre Pfoten auf unsere Schultern, aber nur, um uns einen schönen, schlabbrigen Kuss zu geben! Doch kaum sind sie vor den Schlitten gespannt und warten darauf, dass es losgeht, sind Gebell und Verspieltheit verschwunden – die Hunde haben nur noch ihr Ziel vor Auge.

Und so geht es los in die freie Wildbahn. „Die Teilnehmer kommen immer freudestrahlend zurück“, sagt Hansen ernst.

Trotz wärmendem Feuer und herzhaftem lapskaus können wir es kaum erwarten, zurück nach draußen zu den Hunden zu kommen. Schon bald wird sich die Himmel aufklären und das Nordlicht erscheinen, um den Blick auf die atemberaubende Schönheit dieser einzigartigen Winterlandschaft des hohen Nordens freizugeben.

Cooles Ambiente

Jonathan Brown

Foto: CH/Visitnorway.com

Wenige Tage zuvor waren wir noch weiter in den nördlichen Polarkreis vorgedrungen, nahe der Stadt Alta. Viel weiter nördlich geht es auf dem europäischen Festland nicht.

Die riesigen Eisblöcke, denen wir uns im Innern eines Iglu-Hotels nähern, scheinen zu vibrieren, zu strahlen. Es fühlt sich an, als arbeiteten die gefrorenen Wände aktiv daran, die ungewohnt klare Luft des riesigen Raumes zu erzeugen.

Geheimnisvolle Figuren mit scharfen, markanten Zügen reflektieren den Lichtschein blauer Spotlights. Sie tauchen die Eissäulen, die das Dach tragen, in ein ungleichmäßiges Licht, das nicht von dieser Welt zu sein scheint.

„Das ist Wahnsinn. So etwas hab ich noch nie gesehen“, staunt Jon Brown.

Der durch Nordnorwegen reisende Musikproduzent und Autor ist überwältigt. In Sorrisniva, am Rande von Alta tief in Nordnorwegen, befindet er sich im nördlichsten Eishotel der Welt.

„Von außen sieht es gar nicht so spektakulär aus. Aber dann kommt man hinein und es ist geradezu unwirklich. Man verliert völlig die Perspektive und hat das Gefühl, man sei in einem Film“, sagt er.

Das ganz aus Schnee und Eis bestehende Hotel hat 30 Zimmer einschließlich vier Suiten sowie eine Bar und eine Kapelle. Mit einer Fläche von 2500 Quadratmetern ist es aus 250 Tonnen Eis aus einem See in der Nähe und 6000 Kubikmetern Schnee erbaut. Drinnen ist es ganz still. Man ist von der Außenwelt abgeschnitten. Nicht einmal extreme Temperaturen oder Schneestürme könnten diese Ruhe stören.

Heute aber ist die Nacht draußen glasklar.

Überzeugen Sie sich selbst

Entdecken und bewundern Sie die Landschaft des arktischen Norwegens

Mehr erfahren

Your Recently Viewed Pages
Ad
Ad
Ad