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Barcode, Oslo Barcode, Oslo
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Barcode, Oslo.
Photo: C H/Visit Norway
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Zwischen alter Mär und Avantgarde

Oslo entwickelt sich rasant zu einer aufregenden internationalen Metropole. Und auf dem Land scheinen prestigeträchtige Projekte direkt aus der Natur zu erblühen: Nie war die Zeit für norwegische Architektur spannender als jetzt.

Denkt man an Norwegen, denkt man an Berge, Wälder, Fjorde, lange Sommertage und noch längere, kalte Winter. Ja, und mittelalterliche Stabkirchen, idyllische Bergdörfchen und eintausend Jahre alte Städte – alles Zeugnisse für die landwirtschaftliche, industrielle und historische Vergangenheit Norwegens.

Doch es herrscht Bewegung im Land der Fjorde: Zahlreiche moderne architektonische Schätze und städtebauliche Entwicklungsprojekte sind dabei, dem Land zu einem fliegenden Start ins 21. Jahrhundert zu verhelfen.Oslo ist die am schnellsten wachsende Hauptstadt Europas. Gigantische Stadtentwicklungsprojekte machen die City zur hypermodernen Metropole.

Doch Oslo ist auch so alt wie das Sagengut der Wikinger – und, wie der bekannte Architekturkritiker Martin Filler es ausdrückte, eine Schatztruhe der Moderne. Der Architekt Sverre Fehn (1924 – 2009) war bekannt dafür, modernistische Ideen auf traditionelle nordische Formen und Materialien anzuwenden. Als Lehrer an der Osloer Architekturhochschule hatte er einen überaus großen Einfluss auf junge Nachwuchsarchitekten.

Viele seiner Projekte, in denen Holz und andere einfache, nachhaltige Werkstoffe mit neuen, innovativen Methoden eingesetzt werden, spiegeln die mächtigen, oft bizarren Kontraste der Natur wider.

Der schnittige Pavillon Snøhetta Viewpoint in Tverrfjellet und erst das gletscheranmutende Opernhaus in Oslo erinnern an die Landschaften, von denen sie inspiriert wurden. Und das Juvet Landscape Hotel sowie die in der Nähe gelegenen Installationen an der Norwegischen Landschaftsroute Geiranger-Trollstigen fügen sich überaus harmonisch in die umliegende Natur ein. Der Bau mit Holz erlebt eine Renaissance im großen Stil. Hierzu gehören die markante Gemeindekirche in Knarvik oder „Der Baum“ in Bergen – mit 51 Metern das höchste Holzhaus der Welt.

Unseren Platz zwischen uralten Traditionen und architektonischem Aufschwung fasst das Architekturjournal Dwell so zusammen – „Norwegen zeigt uns, wie es fjordwärts geht“.

Christopher Hagelund – Visitnorway.com
Dovre
Dovre
CH/Visitnorway.com
Borgund Stave Church
Borgund
Øyvind Heen - Visitnorway.com
Knarvik church
Knarvik
Hundven-Clements Photography
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Oslo: Laufende Arbeiten an einem spektakulären Projekt

Mit dem Bau einer Reihe namhafter Gebäude und mehreren Stadtentwicklungsprojekten durchläuft die norwegische Hauptstadt zurzeit einen gigantischen Wandel – jedoch ohne dabei ihre über eintausend Jahre alte Geschichte zu ignorieren.

Mit dem Eintritt ins 21. Jahrhundert stellte sich heraus, dass große Teile des Osloer Küstenbereichs für die Öffentlichkeit mehr oder weniger unzugänglich waren. Fast alle Bereiche waren mit Schnellstraßen, Hafenanlagen und staubigen Industriegebieten zugebaut. Im Rahmen eines riesigen laufenden Projekts soll das Gesicht der Stadt nun radikal verändert werden.

Zwischen dem neuen Opernhaus und den Hochhäusern, die der City eine neue Skyline in Form eines Strichcodes verliehen haben, entsteht ein völlig neuer Stadtteil. Neben neuen Apartments, Büro- und Geschäftshäusern und einer langen Seepromenade mit Stadtstrand werden zwei markante Gebäude – ein neues Munch-Museum und die große Deichman-Bibliothek – das Opernhaus flankieren.

Auf der anderen Seite der historischen Festung Akershus beheimatet die kleine Halbinsel Tjuvholmen jetzt eine Gruppe moderner Designhäuser und ‑hotels sowie das von Renzo Piano entworfene Astrup Fearnley Museum für moderne Kunst. Ganz in der Nähe wird das neue Nationalmuseum auf einem ehemaligen Bahnhofsgelände gebaut.

Im Zentrum ist das „Vulkan“-Gebiet um mehrere alte Industriegebäude herum am Fluss Akerselva entstanden. Die 2012 eröffnete Markthalle Mathallen gehört zu mehreren umgewidmeten Industriegebäuden am Fluss. Hier finden Sie eine lebendige Kulturszene, ein gutes Lebensmittelangebot und ein reges Nachtleben vor.

Und doch ist Oslo nicht nur „brandneu“. Im Gegenteil: Die City verfügt über mehrere verborgene und weniger verborgene Schätze aus dem Funktionalismus des frühen 20. Jahrhunderts. Hierzu gehören die Villen Stenersen und Dammann, das Restaurant Ekeberg und das Ingierstrand-Bad. Erfahren Sie mehr über Oslo.

Das Marmor-Mirakel der Osloer Oper

Komm, wir gehen in die Kirche!

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an norwegische Architektur denken? Richtig, alte Stabkirchen (oder Mastenkirchen), benannt nach den Holzmasten (auf Norwegisch: stav), auf die sie sich stützen.

Rund 30 dieser alten Bauten sind uns geblieben – z. B. die wunderbar erhaltene Stabkirche Borgund aus dem zwölften Jahrhundert. Oder die noch ältere Stabkirche Urnes, die 1132 fertig gestellt wurde und heute als Welterbestätte der UNESCO aufgeführt ist. Erfahren Sie mehr über Stabkirchen.

Werfen Sie einen Blick in die berühmte Stabkirche Lom

Einige Aspekte dieser alten Gebäude werden noch heute in der modernen Kirchenarchitektur verwendet – wenn auch im abgewandelten, innovativen Format. Zu diesen neuen Wahrzeichen gehört die berühmte, nördlich von Bergen gelegene Gemeindekirche Knarvik des Architektenbüros Reiulf Ramstad – eine dramatische, überaus imposante und doch friedlich wirkende Holzkirche.

Andere augenfällige Kirchen dagegen haben mit der alten Stabsbauweise völlig gebrochen. Die inzwischen 50 Jahre alte „Arktische Kathedrale“ in Tromsø ist ein Meisterwerk, das sowohl an die umliegenden Berge als auch das Opernhaus in Sydney erinnert. Und die 2002 erbaute Mortensrud-Kirche in Oslo ist eine Neukonstruktion des Kirchengebäudes aus Stahl, Glas und Stein.

Auch die am nördlichsten gelegene mittelalterliche Kathedrale der Welt finden Sie in Norwegen. Vor über 1000 Jahren wurde Norwegen von den Königen Olaf Tryggvason und Olaf II. Haraldsson zum Christentum konvertiert. Letzterer wurde in Nidaros (heute Tronheim) nach seinem Tod in der Schlacht von Stiklestad von der katholischen Kirche heilig gesprochen.

1070 begann man auf seiner Grabstätte mit dem Bau des Nidarosdoms, der gut 200 Jahre später fertiggestellt wurde.

Natürlich Natur

Den intensiven Einsatz von unbehandeltem Holz und Stein haben zahlreiche neue Häuser, Hütten und öffentliche Bauten in ganz Norwegen gemein. Trotz der gradlinigen, einfachen Formen, in denen sie sich präsentieren, lassen sie uns an Berge und Gletscher denken.

Oft haben sich die Architekten darauf konzentriert, warme, offene Plätze zu kreieren, die wertvolles Tageslicht einfangen. Kein Wunder in einem Land, wo sich die Wintersonne schon am frühen Nachmittag verabschiedet – wenn sie überhaupt aufgeht. Diese Strukturen werden nicht in Isolation konzipiert, sondern unter Einbeziehung der umliegenden Landschaften und anderen Gebäuden. Oft tragen sie eine gewisse Symbolkraft in sich.

Hierzu gehören das Juvet Landscape Hotel in der Nähe des Geirangerfjords, der Pavillon Snøhetta Viewpoint am Berg Tverrfjellet sowie das Knut Hamsun Center in Hamarøy. Auch einige private Wohn- und Bauernhäuser fallen in diese Kategorie, z. B.  das Sommerhaus Storfjord des Architekturbüros Jensen & Skodvin, das Ferienhaus Split View Mountain Lodge des Architekten Reiulf Ramstad oder die mit Basaltstein verkleidete Hütte des Atelier Oslo in Norderhov.

Und auch in der Stadt finden wir sie: z.B. im mehrfach ausgezeichneten Osloer D36 Green House – erbaut aus Glas und nachhaltigem Holz neben einem kleinen Park, wo sich der ungewöhnliche Wohnblock harmonisch einfügt.

Last but not least sollte in diesem Zusammenhang auch die Initiative der norwegischen Landschaftsrouten nicht unerwähnt bleiben. Zusammen mit Ruhezonen und Aussichtspunkten, die an sich schon Kunstwerke darstellen, vertiefen an einigen der spektakulärsten und schönsten Straßen Norwegens markante Gebäude und Landschaftsdesigns das Erleben der umliegenden Natur.

Ein Blick auf die Norwegische Landschaftsroute Hardangervidda

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